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Caritasverband im Tauberkreis, Schlossplatz 6, 97941 Tauberbischofsheim, Postfach 11 66, 97931 Tauberbischofsheim, Telefon: 0 93 41 / 92 20 - 0, Telefax: 0 93 41 / 92 20 30, E-Mail: info [at] caritas-tbb.de
Die Caritas entwickelte sich im Wandel der Zeit zum modernen und großen sozialen Dienstleistungsunternehmen im Main-Tauber-Kreis.
Die Caritas und ihre Handlungsfelder haben sich aus einer langen Tradition entwickelt. Die Geschichte organisierter Caritasarbeit begann bereits in der Nachkriegszeit des Jahres 1946. Hier widmete sich der -bereits als Verein konstituierte - Caritasverband besonders den Familien und Kindern.
Es galt die schweren Jahre und die Not nach dem zweiten Weltkrieg im Nordbadischen Raum zu lindern. Vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, sind noch heute das Kindererholungsheim auf Schloss Gamburg bekannt oder die vielen organisierten Kinderfreizeiten in prägender Erinnerung geblieben.
Wenn sich diese damals noch jungen Menschen heute über die Arbeit der Caritas informieren, ist es zu spüren, das Gefühl von Erstaunen oder bisweilen sogar Ungläubigkeit über den Wandel der Arbeit mit und für die Menschen in der Region.
In dem differenzierten sozialen Leistungsangebot mit über 600 Mitarbeitern unter dem Dach der Caritas und seiner Gliederungen finden sich heute Angebote, die nur noch wenig mit den Themen aus den Anfängen der Caritas vergleichbar sind. Allen gemeinsam ist jedoch nach wie vor der prägende christliche Gedanke, Barmherzigkeit und Nächstenliebe zu leben.
Neben der Tätigkeit in der Altenhilfe, der Arbeit mit behinderten Menschen oder im Beratungsdienst verwirklicht die Caritas diesen Dienst am Nächsten heute flächendeckend und aus einer Hand.
Der Geschäftsführer des Caritasverbandes, Oliver Sitko, betont in einem Gespräch mit den FN, dass die Caritas für ihn eine Institution sei, die die katholische Kirche vor Ort zusätzlich lebendig und spürbar machen könne. Bei aller Sorge um die Menschen, die nur wenig von den christlichen Kirchen, ihren Wertevorstellungen und ihren Profilen kennen, ist für ihn die Caritas ein Zeichen der Hoffnung.
Hier könne man zeigen, wie sich Barmherzigkeit und Nächstenliebe ausdrückt, dass Caritas eine "hörende Institution" sei, die konsequent und nachhaltig aufgreife, was Menschen benötigen.
"Caritas handelt, während viele noch fragen, wie das alles gehen kann. Kein Ratsuchender wird dabei nach Konfession oder Herkunft gefragt. Einzig der Wunsch nach Hilfe ist die Eintrittskarte", so der Geschäftsführer. Daraus hat der Caritasverband im Tauberkreis vor rund zwei Jahren den Slogan "Hilfe, für jeden" entwickelt, der dies ausdrücken und illustrieren soll. Hilfe die ankommt, Hilfe die Freude bereitet, Hilfe die Leiden mindert und Menschen stärkt.
In diesem Zusammenhang können die vielen Mitarbeiter der Caritas auf Netzwerkpartner vertrauen.
Kirchliche Sozialstationen, ehrenamtlich tätige Menschen in der Hilfe für ihre Nachbarn vor Ort in den Gemeinden, Partner aus der Wirtschaft, der Politik, den Vereinen, den Behörden und Institutionen bilden heute ein "Netzwerk des Vertrauens".
Ohne diese stabilen und verlässlichen Partnerschaften ließen sich viele Projekte und Ideen nur schwer verwirklichen, so der Geschäftsführer.
Der langen Tradition verpflichtet, sieht sich der Caritasverband im Main-Tauber-Kreis als ein Netzwerkpartner mit Mut für soziales Engagement.
Auf diesem Weg gratuliert der Caritasverband auch dem Frankoniahaus für seine nun 100-jährige Geschichte und zu seinem Jubiläum.
Besonders das Bekenntnis einer regional ansässigen Zeitung zur Region im Wandel der Zeit verdiene - so Oliver Sitko - ein hohes Maß an Anerkennung. Die Fränkischen Nachrichten haben auch in schwieriger Zeit, als regionale Zeitungen um ihre Existenz fürchten mussten, Mut bewiesen für Netzwerke und ihre Stärken.
Fränkische Nachrichten
30. September 2008
Adresse der Seite: http://www.fnweb.de/regionales/ta/frankoniahaus/gesellschaft/20080930_srv0000003181712.html