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Hier hat der Leser das Wort: Zum Artikel „„Große Schritte weiter Richtung Desaster“ (FN 29. Dezember)

Märchen vom menschengemachten Klimawandel in die Welt gesetzt

Archiv-Artikel vom Freitag, den 13.01.2017

Von Norbert Patzner

Kein vernünftiger Mensch bezweifelt, dass sich unser Klima ändert. Seit der letzten Eiszeit vor gut 10 000 Jahren hatten wir ein dutzend Mal abwechselnd Warm- und Kaltzeiten, die Temperaturen schwankten etwa um drei Grad Celsius. Zuletzt hatten wir die "kleine Eiszeit", begleitet von Missernten, Hunger und Pest. Warmzeiten waren hingegen meist Blütezeiten. Warum diese Klimawechsel immer wieder auftreten, weiß die Wissenschaft ziemlich genau: Unser Klima wird in erster Linie von extraterrestrischen Vorgängen beeinflusst. Es grenzt an Hybris, wenn man behauptet, der Mensch könne auf das globale Klima einwirken. Im Verlauf der letzten 500 000 Jahre schwankte die Temperatur sogar um mehr als zehn Grad Celsius!

Dass die energiebedingte Emission von CO2 das Klima ändern soll, gehört zu den Märchen unserer "postfaktischen Zeit". CO2 ist ein natürliches Gas unserer Umwelt und Basis allen Lebens. Ohne CO2 kein Leben auf dieser Erde! Dieses Gas diskreditiert Prof. Schellnhuber als "tückisches Gas", andere sprechen sogar von "giftigem Gas". Wenn er beziehungsweise seine Kollegen "CO2-freie Zonen" fordern, dann werden sozusagen Todeszonen verlangt.

Die vom Menschen emittierten CO2-Mengen sind verschwindend gering im Verhältnis zu den natürlichen CO2-Emissionen und den im Boden, in der Luft und in den Ozeanen gespeicherten Mengen, die sich ständig im Kreislauf befinden. Zudem gibt es keinerlei wissenschaftlichen Nachweis für die behauptete Klimawirkung des CO2. Schellnhuber beruft sich einzig auf seine Computermodelle und auf einen angeblichen "Konsens".

Aber: Computermodelle spiegeln nicht die Wirklichkeit wieder - vor allem nicht die eines chaotischen und hochkomplexen Systems - und von einem Konsens unter Wissenschaftlern kann nicht die Rede sein. Wissenschaftler, die nicht zur Konsensgemeinde gehören, werden als "Klimaleugner" gebrandmarkt. Es gibt nicht allzu viele historische Beispiele, wo Wissenschaft Machtinteressen unterworfen wurde. Das bekannteste Beispiel ist die Auseinandersetzung um das heliozentrische beziehungsweise geozentrische Weltbild.

Offensichtlich geht es Herrn Schellnhuber und dem Weltklimarat (in dem auch "Betrüger" sitzen - so Altbundeskanzler Helmut Schmidt) auch gar nicht um das Klima. Es geht - wie meistens - ganz einfach um Geld und Einfluss (um den Begriff "Macht" zu vermeiden). Über das Klimamärchen kann man auf den Energieverbrauch einwirken, indem man eine "Dekarbonisierung" verlangt. "Wer die Energieversorgung kontrolliert, kontrolliert die Welt" das hat schon Henry Kissinger gewusst.

Es war der amerikanische Geldadel, allen voran David Rockefeller, der das erkannt hat. Mit Hilfe von Freunden aus den Vereinten Nationen, mit dem von ihm persönlich gegründeten "Club of Rome", dem dazu gegründeten Weltklimarat und mit üppigen Finanzhilfen an zahlreiche Nicht-Regierungs-Organisationen wurde das Märchen vom "menschengemachten Klimawandel" in die Welt gesetzt. Und weil man damit auch sehr viel Geld verdienen kann, bekam es immer mehr Freunde, so viel Freunde, dass es kein Politiker mehr wagt, dieses Märchen in Zweifel zu ziehen. Das alles ist keine Verschwörungstheorie, das kann man alles nachlesen - übrigens gehören zu den Profiteuren der deutschen Energiewende auch sehr viele Politiker.

Herrn Schellnhuber, selbst Mitglied des Weltklimarats, geht alles viel zu langsam. Er verlangt schleunigst einen "starken Staat", eine Einschränkung der demokratischen Freiheitsrechte, und er steht damit im Einklang mit dem Club of Rome und Persönlichkeiten aus den Vereinten Nationen. "Derzeit hat die Demokratie diese Zukunftsfähigkeit (im Zusammenhang mit der Dekarbonisierung - Anmerkung des Verfassers) noch keineswegs unter Beweis gestellt", oder "Demokratie ist nicht länger für die vor uns liegenden Aufgaben geeignet" (Club of Rome), oder es gibt "die dringende und absolute Notwendigkeit einer ordentlichen Weltregierung" (ein hoher Beamter der Vereinten Nationen). Schellnhuber geht auch noch weiter und verlangt die "Überwindung" (?!) von Personen, die den Wandel aufhalten. Das Ziel ist schlicht die "große gesellschaftliche Transformation" - und er findet sich da in bestem Einvernehmen mit Ideologen wie Jürgen Trittin, der "ein anderes Land" haben will, wie er in seinem jüngsten Buch schreibt. Was unter "Transformation" zu verstehen ist, verrät keiner.

Ob Geldadel oder linke Systemüberwinder - das Klimamärchen ist der ideale Ansatzpunkt für die eigenen unheiligen Ziele. Einig ist man sich offenbar darin, dass die derzeitigen demokratischen Strukturen hinderlich sind.

Die Klimadebatte ist eine Debatte über ein Nicht-Problem. Sie verstellt uns den Blick vor wesentlich gravierenderen Problemen - gerade im Energiebereich. Das Schlimmste aber ist, dass wir den Umweltschutz dem sogenannten "Klimaschutz" geopfert haben.

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 13.01.2017
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