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Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen: Die FN sprachen mit den haupt- und ehrenamtlich Verantwortlichen über die Entwicklung und Einbindung von Laien

Gemeindeteams stärken das Leben vor Ort

Von unserem Redaktionsmitglied Ingrid Eirich-Schaab

Die FN sprachen mit Vertretern der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen über deren Entwicklung. Von links: Arnulf Vath, Erich Hornbach, Manfred Weihbrecht, Pfarrer Hans Scheuermann, Simone Schmidt, Marianne Berberich, Pfarrer Andreas Rapp und Horst Saling.

© Ingrid Eirich-Schaab

Vier Seelsorger sind im vorigen Jahr in der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen gestorben. Zugleich macht die Einbindung von Laien im kirchlichen Gemeindealltag erfreuliche Fortschritte.

Hardheim/Höpfingen. "Wir sind auf dem Weg, aber oft noch am Schwimmen. Es muss sich vieles entwickeln. Erste Schritte sind getan", bilanzierte Pfarrer Rapp Anfang März 2016. Inzwischen sind bereits zwei Jahre nach der Bildung der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen im Madonnenland vergangen und der neue gemeinsame Pfarrgemeinderat hat bald "Halbzeit". Ist man weitergekommen? Was hat sich getan und entwickelt?, wollten die Fränkischen Nachrichten wissen.

In einem Gespräch mit unserer Zeitung zeigten Pfarrer Andreas Rapp, Kooperator Hans Scheuermann und die Pfarrgemeinderäte Manfred Weihbrecht (Vorsitzender, Schweinberg), Marianne Berberich (Höhengemeinden), Horst Saling und Arnulf Vath (Höpfingen) sowie Simone Schmidt und Erich Hornberg (Hardheim) den Ist-Zustand auf und sprachen über die angepeilten Ziele.

Vorhaben und Ziele 2017

"Wir wollen die Gemeindemitglieder fragen, wo der Schuh drückt", kamen die Pfarrgemeinderäte der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen im Madonnenland auf die Aktivitäten 2017 zu sprechen. Es soll eine Fragebogenaktion geben, die ein spezieller Ausschuss des Pfarrgemeinderates vorbereitet hat. Die Fragebögen sollen noch im ersten Halbjahr verteilt werden. "Wir hoffen auf eine rege Beteiligung", wünschen sich die Verantwortlichen. Im Weiteren wird sie dann die Auswertung der Fragebögen beschäftigen.

Auch Immobilienfragen sind zu klären: Einige Pfarrhäuser stehen leer. Es muss entschieden werden, ob diese weitergenutzt oder verkauft werden sollen, wie bereits 2016 das Pfarrhaus von Waldstetten. Ein "Gebäudekonzept" soll die Richtung weisen.

Das gemeinsame Pfarrfest aller Pfarrgemeinden in der neuen Seelsorgeeinheit findet 2017 in Höpfingen statt. Und zwar am 21. Mai. Die Verantwortlichen sind bemüht, eine Balance zu finden im Programmangebot mit der am gleichen Tag stattfindenden 100-Jahr-Feier der katholischen Frauengemeinschaft Hardheim

An Christi Himmelfahrt ist wieder ein Gottesdienst in der Kappel bei Dornberg mit anschließendem Beisammensein geplant.

Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten an der Dornberger Kirche wird deren Wiedereröffnung gefeiert. Der erste Gottesdienst nach längerer Pause soll am 2. April sein.

Die speziellen Gottesdienste sollen beibehalten und ausgeweitet werden. So zum Beispiel um Wortgottesdienste am Sonntagabend. Diese sollen aktuelle Themen aufgreifen und wollen Antwortmöglichkeiten für Fragen und Sehnsüchte im Hier und Jetzt bieten.

Jubiläen stehen Folgende an: 2018: 300 Jahre Josefskapelle und 50 Jahre Vleugels-Orgel im Erftaldom; 2019: 125 Jahre Pfarrkirche Hardheim.

Im Bereich der Ökumene ist man um eine weitere gute Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde bemüht.

Der Pfarrgemeinderat zum besseren Kennenlernen Kontakt aufnehmen zu den kirchlichen Vereinen und Organisationen, ähnlich wie dies bereits 2016 mit den katholischen Kindergärten geschehen ist.

Durch wechselnde Tagungsorte will der Pfarrgemeinderat die einzelnen Gemeinden und Filialen besser kennenlernen.

Die traditionellen Triduumspredigten Anfang der Fastenzeit greifen das neu erstellte Leitbild auf. "Mit brennenden Herzen unterwegs" ist die Predigtreihe 2017 überschrieben. Die Termine: Aschermittwoch, 1. März, "Getröstet unterwegs" (Diakon Franz Greulich); Freitag, 3. März, "Da gingen Ihnen die Augen auf" (Manfred Weihbrecht), Samstag, 4. März, "Mit Sehnsucht erwartet" (Wolfgang Kaufmann).

"Ein großes Ziel ist es, Menschen anzusprechen, die sich nicht mehr so eng zur Kirche gehörig fühlen, für die Glaube eine Option ist, die aber auf der Suche sind", so Gemeindereferentin Claudia Beger. "Für diesen Personenkreis und auch für Gemeindemitglieder, die auf der Suche nach neuen Wegen, anderen Begegnungsfeldern und Austausch sind, haben wir begonnen, unter der Überschrift 'Ein Abend für Dich' Angebote zu machen": Das nächste Taizé-Gebet ist am 10. März um 20 Uhr in Hardheim, der erste "Abend für Dich" am Sonntag, 9. April, um 18.30 Uhr in Schweinberg. i.E.

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"Unbestritten ist, dass sehr viel Arbeit zu bewältigen ist", so alle Gesprächsteilnehmer übereinstimmend. "Schön ist es, dass wir den gleichen geistigen Weg in großer Harmonie gehen", freute sich Pfarrer Rapp. "Die Harmonie, die den früheren Gemeinsamen Ausschuss prägte, hat sich auf den neuen Pfarrgemeinderat übertragen", pflichtete Erich Hornbach bei. Pfarrer Scheuermann sprach von "großem Vertrauen" in dem Gremium.

Als nachteilig für die Terminplanung nannte Rapp die Größe der Seelsorgeeinheit mit ihren sieben Pfarr- und mehreren Filialgemeinden. "Es gelingt einfach nicht immer, Terminüberschneidungen zu vermeiden.

Geachtet werde auf den "richtigen Mix" zwischen dem Beibehalten der örtlichen Traditionen und Eigenständigkeiten sowie dem Miteinander im großen Ganzen der Seelsorgeeinheit. "Es wird nicht alles zentralisiert. Die neu gebildeten Gemeindeteams sollen das Leben vor Ort stärken" (Pfarrer Scheuermann). Wichtig sei dies beispielsweise gerade in Bretzingen, für das sich kein Vertreter im Pfarrgemeinderat gefunden hatte.

"Nachdem die lokalen Pfarrgemeinderäte aufgelöst waren, fehlten Ansprechpartner vor Ort", blickte Manfred Weihbrecht zurück. "Diese Lücke schließen die Gemeindeteams." Die ersten derartigen Gremien in der Seelsorgeeinheit Hardheim-Höpfingen gab es in Schweinberg (vier Frauen, drei Männer) und in Bretzingen (sieben Frauen).

Die Aufgaben von Pfarrgemeinderat und Gemeindeteam liegen auf unterschiedlicher Ebene. "Ein Gemeindeteam ist eine Einrichtung des (gemeinsamen) Pfarrgemeinderats einer Seelsorgeeinheit. Es ist nicht ein zusätzliches Gremium, sondern stattdessen eine pastorale Arbeitsgruppe am jeweiligen Gemeindeort innerhalb der Seelsorgeeinheit. Alles, was eine kleinere Einheit leisten kann, soll sie eigenverantwortlich tun", so die Definition auf der Internetseite des Erzdiözese Freiburg.

Dazu gehört die Gestaltung von Andachten, Prozessionen und der Liturgie sowie die Betreuung der Gemeindemitglieder. "Ein Gemeindeteam kann sich vor Ort um elementare Dinge kümmern und hat keine Verwaltungsaufgaben", präzisierte Horst Saling im Gespräch.

"Die konkrete Aufgabe eines Gemeindeteams besteht vor allem darin, sich für die Grunddienste der Kirche verantwortlich zu wissen, also dafür, dass Christen in einem überschaubaren Raum gemeinsam ihren Glauben teilen, feiern und bezeugen können", so die weitere Definition.

Inzwischen gibt es in allen ehemals selbstständigen Pfarrgemeinden der neuen Seelsorgeeinheit Gemeindeteams, außer in den drei Höhenorten und der Kerngemeinde Hardheim.

In den Höhenorten könne man darauf verzichten, hieß es. Marianne Berberich sprach von "direkten Kontakten und kurzen Wegen. Jeder ist bereit zu helfen."

In Hardheim habe man anfangs bewusst auf die Bildung eines Gemeindeteams verzichtet. "Es gibt so viele Gruppen und Vereine, die aktiv sind. Da stellt sich die Frage, ob noch ein weiteres Gremium überhaupt Sinn macht" (Erich Hornbach). Dennoch ist das Thema auch in Hardheim noch nicht endgültig vom Tisch: "Wir sind dabei zu sondieren und werden demnächst das Thema nochmals ansprechen" (Simone Schmidt).

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 17.02.2017
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