DAS NACHRICHTENPORTAL

Sonntag, 23.11.2014

Suchformular
 
 
Adelsheim / Osterburken / Seckach Adelsheim / Osterburken / Seckach Adelsheim / Osterburken / Seckach Buchen Hardheim / Höpfingen Hardheim / Höpfingen Mosbach / Mudau / Limbach Mosbach / Mudau / Limbach Mosbach / Mudau / Limbach Ravenstein / Rosenberg / Krautheim Ravenstein / Rosenberg / Krautheim Ravenstein / Rosenberg / Krautheim Walldürn

Lieber Leser, bitte aktivieren sie Cookies, um in den vollen Genuss unseres Angebotes zu kommen.

  • via Facebook teilen
  • Drucken
  • Senden

Bauländer Heimatmuseum: Adelsheimer Notgeld aus der Zeit der Weimarer Republik wird im Dachgeschoss ausgestellt

„Millionenspende“ für das Museum

Ilse und Christoph Schmidt mit Bürgermeister Klaus Gramlich und Museumskustos Günter Wörner bei der Übergabe der "Zwei Millionen Mark Adelsheimer Notgeld".

© Häfner

Adelsheim. Im ersten Moment erstaunt war Bürgermeister Klaus Gramlich, als ihm bereits vor ein paar Monaten per E-Mail zwei Millionen Mark als Geschenk für die Stadt Adelsheim angeboten wurden.

Seinerzeit hatte sich Christoph Schmidt aus Offenburg mit der Stadtverwaltung Adelsheim in Verbindung gesetzt und diese "Spende" in Aussicht gestellt. Er erklärte aber auch gleich, dass es sich bei dieser "Geldsumme" um vier historische Geldscheine à 500 000 Mark aus dem Jahre 1923 handelt.

"Geldübergabe"

Nun waren die Eheleute Ilse und Christoph Schmidt zur "Geldübergabe" nach Adelsheim angereist. Mit im Gepäck hatten sie diese besonderen "Zahlungsmittel" - bei denen es sich um Notgeld der Stadt Adelsheim aus der Zeit der Weimarer Republik handelt.

1923 gab es in Deutschland eine derartig rasante Geldentwertung (Hyperinflation), dass die deutsche Reichsbank mit der Herstellung von Geldscheinen nicht mehr hinterher kam und einige Kommunen selbst Ersatzzahlungsmittel herstellten.

So ließ auch die Stadt Adelsheim Geldscheine drucken, die neben der offiziellen Währung (Reichsmark) als Zahlungsmittel in Umlauf kamen.

Diese Notgeld-Millionen wurden von der "Stadtgemeinde Adelsheim" am 22. August 1923 ausgegeben. Die Geldscheine tragen die Unterschrift des damaligen Bürgermeisters Gustav Herrmann.

Gustav Herrmann war der Großvater von Christoph Schmidt, dessen Mutter aus Adelsheim stammte. So kamen diese Geldscheine über den Enkel des damaligen Stadtoberhauptes wieder an den Ort ihrer Herstellung zurück. Diese "Zwei Millionen Mark" hatten im September 1923 gerade noch etwa den Wert, den 20 Reichspfennige im Jahre 1914 hatten.

Nur kurz schwelgte man in Gedanken und überlegte, was man mit dem Geld alles für die Bürger der Stadt hätte machen können, wenn es sich um zwei Millionen Euro anstatt um dieses historische Notgeld gehandelt hätte.

Wieder einmal im Bauland

Das Ehepaar Schmidt freute sich über die Begrüßung im Rathaus und nahm diese Reise nach Adelsheim gern zum Anlass, um wieder einmal ins Bauland zu kommen. Christoph Schmidt erzählte von seinen Vorfahren, die hier lange Jahre im "Herr-mann'schen Haus" eine Gerberei betrieben hatten. Dieses Gebäude ist schon lange abgebrochen und befand sich im Bereich des heutigen Mühlkanals beim heutigen Anwesen von Walter Fischer.

Bürgermeister Klaus Gramlich bedankte sich für die "Geld-Spende" und nahm die "Zwei Millionen Mark" zusammen mit Museumskustos Günter Wörner als Exponate für das Bauländer Heimatmuseum entgegen. Bevor die Schmidts wieder ihre Heimreise antraten, führte sie Günter Wörner noch durch das Bauländer Heimatmuseum und gab so einen Einblick in die Geschichte der näheren Heimat.

Dort bleiben die Geldscheine der Nachwelt erhalten und werden in den Vitrinen im Dachgeschoss ausgestellt. jüh

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 13.07.2012
  • via Facebook teilen
  • Drucken
  • Senden
 
 
TICKER

Das Wetter im Bauland

Osterburken - Prognose für 18 Uhr

Das Wetter am 23.11.2014 in Osterburken: wolkig
MIN. 2°
MAX. 9°
 
 
 

Ergebnisse Gemeinderatswahlen

Leserbrief

„Alles kein Problem“

Wir, die Anwohner der Industriestraße, erhielten vor kurzem eine Einladung zur Infoveranstaltung des Landratsamts, da das ehemalige Asylbewohnerheim wieder als Flüchtlingswohnheim genutzt werden soll. Bereits vor ca. 20 Jahren wurden wir erstmalig mit der Thematik konfrontiert. Wie jetzt zu… [mehr]

Von der Straße abgekommen

Pkw überschlug sich im Acker

Seckach. Auf rund 3000 Euro beläuft sich der Schaden, welcher am Sonntag, gegen 16.15 Uhr, bei einem Verkehrsunfall auf Gemarkung Seckach entstand. Eine 30-Jährige hatte mit ihrem Fiat den Verbindungsweg von Oberschefflenz in Richtung Seckach befahren und kam dabei in einer Linkskurve von der… [mehr]


Gemeinderat Krautheim tagte

„So wichtig wie Wasser und Strom“

Krautheim. Die Bürger von Krautheim sollen nach dem Willen der Gemeindeverwaltung künftig einen besseren und schnelleren Zugriff zum Internet bekommen. Darum soll in den nächsten Jahren die Breitbandversorgung in den Ortsteilen der Gemeinde ausgebaut werden. "Glasfaserkabel sind heutzutage so… [mehr]

Kreisliga Buchen

Beim FCS geht es um Platz zwei

FC Hettingen - SV Schlierstadt. Das Spiel der Gastgeber wurde am letzten Spieltag abgesagt, da der Platz nicht bespielbar war. Doch nun hofft man gegen den Aufsteiger Schlierstadt, das Spiel auf heimischem Rasen bestreiten zu können. Durch wichtige Siege gegen Teams, die vor ihnen sind, hat sich… [mehr]

Kontakt zur Redaktion Buchen

 
 

DAS NACHRICHTENPORTAL