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Weihnachtsbasar in der JVA: Viele Besucher am ersten Adventswochenende in Adelsheim / Handwerkliches und Kunstgegenstände in der Anstaltsgärtnerei

Leistungsfähigkeit eindrucksvoll gezeigt

Archiv-Artikel vom Montag, den 02.12.2013

Kunsthandwerkliche Gegenstände, Strickereien und liebevoll gefertigte Bastelarbeiten fanden beim 34. Weihnachtsbasar der Jugendvollzugsanstalt Adelsheim reißenden Absatz.

© Häfner

Trendige Mützen aus der Häkelgruppe gab es beim Weihnachtsbasar der JVA bei Annemarie Neufert.

Adelsheim. Der in seiner Art wohl einzigartige Weihnachtsbasar der Jugendvollzugsanstalt (JVA) Adelsheim in der Anstaltsgärtnerei zog am ersten Adventswochenende viele Besucher aus nah- und fern an. Bereits das Außengelände der Anstaltsgärtnerei versetzte die Gäste in Weihnachtsstimmung.

Der Basar war wiederum ein Treffpunkt für Ehemalige und Bedienstete. Der Besuch des Nikolaus durfte für die kleinen Besucher natürlich nicht fehlen. Mittlerweile zum 34. Mal zeichnet sich Diplompädagogin Irmtraud Friedlein für den Basar verantwortlich, bei dem weihnachtliche Dekorationsartikel, Möbelstücke, Pflanzen sowie Kunstgegenstände und vieles mehr reißenden Absatz fanden.

Hier arbeiten die Jugendlichen das ganze Jahr über in ihrer Freizeit auf den Basar hin und erleben hautnah, wie ihre Produkte gekauft werden. Das schafft nicht nur Selbstvertrauen in das eigene Können, sondern mindert auch Berührungsängste und Vorurteile auf beiden Seiten. Viele Straftaten werden in der Freizeit verübt, im Strafvollzug erfahren die jungen Männer oftmals Alternativen, entdecken plötzlich ganz neue eigene Fähigkeiten und Neigungen, die Anerkennung und Bewunderung finden.

"Ohne das große Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter könnte dieses Angebot nicht präsentiert werden", lobte Irmtraud Friedlein im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten. Bürgermeister Klaus Gramlich, Mitglied im JVA-Beirat, betonte, dass diese für die Stadt Adelsheim bedeutsame Einrichtung von der Bevölkerung entsprechend wahrgenommen werde. Dieser Weihnachtsbasar sei außerdem eine gute Gelegenheit, die Leistungsfähigkeit und Arbeitsbereiche zu präsentieren, so das Stadtoberhaupt.

Anstaltsleiter Rainer Goderbauer sagte im Gespräch mit den FN, dass hier eine beeindruckende Übersicht über die Leistungsfähigkeit der Anstalt in vielfältigen Bereichen präsentiert werde. "Ich bin sehr stolz, dass ich Mitarbeiter habe, die nun schon zum 34. Mal diesen Weihnachtsmarkt ausrichten, denn dies ist keine Selbstverständlichkeit. Außerdem freut es mich sehr, dass die Bevölkerung mit ihrem zahlreichen Besuch ihre Verbundenheit mit der JVA zum Ausdruck bringt", resümierte Goderbauer.

Im Eingangsbereich wartete das Vollzugliche Arbeitswesen (VAW) mit einer Torwand und einer Spielecke auf. Zahlreiche Werkstücke dokumentierten die Leistungsfähigkeit der Lehrbetriebe. Dirk Schwenk, Geschäftsführer des VAW betonte, dass man mit der Ausstellung einen Blick auf die Arbeit und das Leistungsvermögen des Vollzuglichen Arbeitswesens hinter den Mauern gewähren möchte.

Informationen über Berufe

Im Rahmen des Basars wurde über die Ausbildungsberufe und die breitgefächerte Produktpalette der 24 Betriebe in der JVA informiert wird. Die Arbeitspädagogische Gruppe (APG) stellte ebenfalls ihre Arbeiten vor. Vorwiegend mit Holz, aber auch mit anderen Materialien wird hier gearbeitet.

Ziel ist es, die jugendlichen Häftlinge an die Arbeit heranführen und sie für die weitere Ausbildung zu befähigen. Weiter bot die Arbeitspädagogische Gruppe (APG) Weihnachtskrippen, Holztiere, Kaufläden, Insektenhotels, CD-Ständer, Puppenmöbel, Bastelarbeiten und vieles mehr an.

In dieser Gruppe haben die Insassen die Möglichkeit, durch verschiedene Arbeitsangebote ihre Fähigkeiten und Neigungen kennen zu lernen und sich Grundkenntnisse, die sie in ihrem späteren Arbeitsleben benötigen, anzueignen. In der Arbeitstherapie sind Jugendliche und Heranwachsende untergebracht, die verschiedene Ausfälle im Arbeitsbereich aufweisen und durch ein gezieltes Programm an die Arbeitswelt herangeführt werden sollen.

Verschiedene Freizeitgruppen

In verschiedenen Freizeitgruppen entdecken viele Jugendliche im Vollzug erstmals ihre Fähigkeiten, aber auch ihre Möglichkeiten, sich anders als bisher auszuleben. Diese Erfahrungen machen sie unter Anleitung von ehrenamtlichen Mitarbeitern und Bediensteten. In entspannter Atmosphäre erleben sie die Gruppe als soziales Gefüge, ein Ort gemeinsamen Lernens, der gegenseitigen Akzeptanz und Toleranz, entdecken ihre Talente und Begabungen, erproben sich in Geduld, Konzentration, Zuverlässigkeit und Ausdauer.

Am diesjährigen Basar beteiligten sich wieder zahlreiche Freizeitgruppen. Die Blumensteckgruppe bot viele hübsche Accessoires und Geschenkideen für's Weihnachtsfest. Hilde Kilian wartete in einem schön dekorierten Umfeld mit den Arbeiten der Häftlinge auf.

Bärbel Bernlöhr verkaufte Bastelarbeiten der U-Haft-Insassen, Linda Ullrich bot mit ihrem Redaktionsteam, unter anderem einen Gedichtband an und bei Angelika Müller fand ein eigenes, mittlerweile zweites "Knast-Kochbuch" mit einfachen Gerichten reißenden Absatz.

Die Näharbeiten von Hanna Himpel stießen ebenfalls auf großes Interesse. Trendige Mützen aus der Häkelgruppe gab es bei Annemarie Neufert und Julia Eschellek, Aufbaukurs Schule, rundete das bunte Programm mit Bastelarbeiten ab.

Jongleur Klaus Müller-Blask zog am Sonntag die Kinder in seinen Bann. Müller-Blask ist ein ehrenamtlicher Mitarbeiter in der JVA und leitet in dieser Funktion Freizeitgruppen in der U-Haft, sowie verschiedene Gitarrengruppen in der Strafhaft und unterstützt regelmäßig das Chorprojekt "Appollo 18".

An verschiedenen Ständen gab es Krapfen, Flammkuchen aus einem eigens gemauerten Backofen und für das leibliche Wohl der Besucher sorgte die anstaltseigene Küche mit kulinarischen Köstlichkeiten ebenso wie die Bäckerei und die Gärtnerei, die auch Blumen zum Verkauf anbot. Zahlreiche Bastel- und Mitmachangebote rundeten das Programm ab. jüh

© Fränkische Nachrichten, Montag, 02.12.2013
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