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Seckacher Bernard Greef wird 65: Religionslehrer, Diakon und Initiator des „politischen“ Abendgebets feiert heute Geburtstag

Im Kopf ein „Jungspund“ geblieben

Diakon und Hobbymaler Bernhard Greef wird heute 65 Jahre alt.

© Merkle

Seckach. Dass tiefer christlicher Glaube, politisches Interesse, Kreativität und Kunst sowie ein gerüttelt Maß an Humor und Lebensfreude sich nicht ausschließen, sondern einen durchaus ausgeglichenen Charakter ausmachen können, zeigt sich in der Person von Diakon Bernhard Greef, der am heutigen Donnerstag seinen 65. Geburtstag feiert. Er tut das auf einer USA-Bildungstour, die seine Frau Gabriele auf seinen Wunsch hin zusammengestellt hat.

Geboren wurde der Jubilar am 25. April 1948 in Wuppertal-Barmen als ältester von drei Söhnen des Stahlbauschlossermeisters Rudolf Greef und dessen Ehefrau Cilly. Er studierte Diplompädagogik in Wuppertal und Koblenz, heiratete 1975 seine Gabriele, geborene Gerling, die ihn 1989 in den Odenwald brachte, weil sie eine Lehrstelle im Kinder- und Jugenddorf Klinge antrat, während er sich einige Jahre mit Begeisterung als Hausmann betätigte. Zuvor war er als Jugendreferent der Diözese Trier in Koblenz tätig gewesen. Da ihn der Solo-Job als Hausmann trotz der inzwischen drei Kinder nicht ausfüllte, entschied er, zusätzlich noch einmal sehr intensiv "die Schulbank zu drücken" in Sachen Theologie. Von 1994 bis zum Ruhestand arbeitete er als Religionslehrer in der Grund- und Hauptschule Seckach sowie an der Realschule Buchen. 2002 folgt zusätzlich die Weihe zum Diakon. Dieses Amt füllt Bernhard Greef auch weiterhin aus, zusammen mit seinem Engagement im Kindergarten, in der Caritasgruppe Seckach und als Sprecher des Diakonatskreises.

Etwas ganz Besonderes war für Bernhard Greef die Gründung der regionalen Initiative "Fromm und politisch" mit der Einführung des "Politischen Abendgebets", das seit rund zwei Jahren die "schreienden Zustände dieser Welt" ins Gebet nimmt, so Greef. "Hier sind mein katholisches und mein politisches Herz zusammengekommen". Der bekennende 68er und Liebhaber skurrilen Humors betont: "Religiöses Leben ist mir wichtig, aber es soll nicht zu ernst sein". Greef zitiert dabei Karl Valentin "Ich will jetzt mal in mich gehen, hoffentlich ist jemand da".

Seine Leidenschaft gilt daneben der Musik und der Malerei. Bei ersterem gilt seine Zuneigung gleichermaßen Guiseppe Verdi und Bob Dylan. Und die Gitarre ist ein häufiger Begleiter Greefs, privat und auch als Mitglied diverser Bands oder in den Gottesdiensten. "Noch einmal ein paar Grufties für eine Rockband zusammen zu bringen, das wäre mein Traum", schmunzelt Greef.

In der Kreidemalerei hat sich Bernhard Greef einer weiteren Herausforderung gestellt. Hier ist sein großes Vorbild Emil Nolde, den er schon mehrfach - auch zur Freude seines Freundeskreises - kopiert hat.

Doch irgendwie sind ihm die Tage immer zu kurz, um all seinen Vorlieben gerecht zu werden, zu denen auch Wandern, Aqua-Jogging, Reisen und ganz besonders die beiden Enkelkinder gehören. Der stolze Großvater ist im Kopf ein Jungspund mit breitem Interessengebiet, das noch viele Jahre aktiver Zeit fordert.

Den zahlreichen Glückwünschen, die von Freunden, Familie, vor allem den drei Kindern, Schwiegerkindern und zwei Enkeln auf den Weg in die USA gehen, schließen sich die Fränkischen Nachrichten gerne an. (L.M.)

© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 25.04.2013
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