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Projekt „Anstoß für ein neues Leben“ in der JVA Adelsheim: Projektbotschafter verlieh weltmeisterlichen Glanz / Kooperationsprojekt mit zahlreichen Partnern

Alles geben ... auf Vorlage von Horst Eckel

Archiv-Artikel vom Samstag, den 23.03.2013

Von unserem Mitarbeiter Christian Hagenbuch

Podiumsdiskussion mit Anfeuerungscharakter: Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Jungs um ihren Mannschaftskapitän (Zweiter von rechts) die eindringlichen Worte von Weltmeister und Legende Horst Eckel (rechts) aufgreifen müssen zum "Anstoß für ein neues Leben".

© Hagenbuch

Adelsheim. Von nichts kommt nichts. Umso gültiger wird die vermeintliche Binsenweisheit, wenn sie von einem der letzten Helden von Bern anhand der Stationen seines Lebenswegs eindringlich geschildert wird. Horst Eckel (81), neben Hans Schäfer und Ottmar Walter einer von drei noch lebenden Weltmeistern von 1954, wurde trotz (oder gerade wegen) eines zehn-Stunden-Arbeitstags zur Fußballlegende.

"Wenn Du im Leben mal was werden möchtest, egal was, dann musst Du auch dafür arbeiten". Disziplin, Einsatz und die Bereitschaft zum Verzicht waren für den "Windhund" Orientierungen auf und neben dem Platz. In dieser Zeit standen ihm die Ikonen Sepp Herberger und Fritz Walter zur Seite, heute hat er die Position gewechselt und nimmt seinerseits den Nachwuchs unter seine glanzvolle Fittiche.

Als Botschafter der Sepp-Herberger-Stiftung engagiert sich das damals jüngste Teammitglied seit Jahren für die Verdeutlichung der nicht nur fußballerischen Tatsache, dass mit dem Spaß am Spiel des Lebens auch eigene Leistung und Anstrengung einhergehen müssen.

"Anstoß für ein neues Leben"

Am Donnerstag besuchte er deshalb die Justizvollzugsanstalt Adelsheim (JVA) , um für junge Strafgefangene den "Anstoß für ein neues Leben" persönlich auszuführen. In einem Kooperationsprojekt mit DFB und Badischem Fußballverband (bfv) sowie der Agentur für Arbeit, unterstützt durch das Justizministerium Baden-Württemberg und die TSG 1899 Hoffenheim, werden 15 von der JVA ausgewählte Teilnehmer eine möglicherweise lebensbestimmende Partie spielen.

Teamleiter-Ausbildung

Sportlich geht es um die Absolvierung der Teamleiter-Ausbildung des bfv, perspektivisch kämpft die Mannschaft um das richtungsweise Erreichen der nächsten gesellschaftlichen Pokalrunde.

Durch das seit 2008 bestehende Projekt, erstmals in einer Strafanstalt des Landes, soll der Fußball das Vehikel für einen ganzen Spind voller Angebote zu persönlichen Weiterentwicklung liefern.

Das gemeinschaftliche Überwinden der Prüfungshürden, im Zusammenspiel mit der Erarbeitung von Präsentationen und begleitenden Bewerbertrainings der Arbeitsagentur, soll eine Verbindung aus Lernerfahrung und persönlicher Entwicklung bewirken.

Doch bereits die von Choreinlagen der Anstaltsbewohner untermalte Podiumsrunde zu Beginn machte deren Zöglingen deutlich, dass ohne weitgehenden Eigenbeitrag jede Hilfe von außen versanden muss.

Tobias Wrzesinski, stellvertretender Geschäftsführer der Sepp-Herberger-Stiftung: "Seit 53 Jahren verfolgen wir unser Engagement. Gemeinsam mit starken Partnern wollen wir Chancen eröffnen. Sepp Herberger war selbst mehrmals in Strafanstalten und hatte diesen Gedanken, den wir weitertragen und forcieren wollen. Macht etwas daraus!"

Dr. Joachim Müller vom Justizministerium zeigte sich erwartungsvoll, während bfv-Präsident Ronny Zimmermann auf eine "langjährige Verbindung" verweisen konnte, was auch für den Fußballkreis Buchen gilt.

So absolvierten 2011 Vollzugsbeamte und Gefangene einen Schiedsrichter-Lehrgang. Ergänzend meinte als oberster Sportpate TSG-Vizepräsident Kristian Baumgärtner: "Diese hoffentlich lange Zusammenarbeit ist für uns eine Ehre. Da haben wir nicht lange überlegt". Ohne Fleiß kein Preis also, erste Tropfen wurden bei der Auftakteinheit durch die Hoffenheimer Jugendtrainer bereits vergossen.

An drei Schulungsterminen (26. bis 28. März, 16. bis 18. April, 22. und 23. April) steht die Theorie- und Praxisausbildung auf der Agenda. Am Ende erhalten alle Absolventen eine Bescheinigung, die zur Teilnahme an der C-Trainer-Ausbildung Breitenfußball des bfv berechtigt.

Turnier zum Abschluss

Den krönenden Abschluss bildet ein bundesweites Turnier aller Strafanstalten am 8. Juni in Berlin, bei dem sich Projektpate Oliver Kahn persönlich von seinen Schützlingen überzeugen wird. Für die JVA setzte Anstaltsleiter Rainer Goderbauer Schlussakkord und Anreiz zugleich: "Wenn man sportlich-praktisch etwas macht, nützt das viel mehr, als wenn man lange Reden schwingt". Darauf aufbauend versprach er dem Team, für einen Platz auf dem Siegerpodest in der Hauptstadt als Anerkennung ein Grillfest zu veranstalten. "Aber ohne Alkohol!" - ganz im Sinne von Horst Eckel.

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 23.03.2013
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