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Jubiläum: Wertheimer Firma Ludwig Schneider Messtechnik (LSM) feierte 25-jähriges Bestehen / Zahlreiche Beschäftigte geehrt

Unternehmen mit Zukunftsorientierung

Archiv-Artikel vom Montag, den 27.04.2015

Wertheim/Hasloch. Stimmung und Atmosphäre wie bei einem Familienfest herrschten am Freitagabend in der Scheune der Kartause Grünau. Dort feierte das Wertheimer Unternehmen Ludwig Schneider Messtechnik (LSM) sein 25-jähriges Bestehen. Damit ist die Firma, wie Geschäftsführerin Brigitte Schneider sagte, "nicht mehr so jung, als dass sie unerfahren wäre und noch nicht so alt, um sich auf Vergangenem auszuruhen".

Den offiziellen Teil der Veranstaltung hatten die Verantwortlichen bewusst kurz gehalten, denn im Mittelpunkt sollte das "miteinander Feiern" stehen. Zuvor blickte die Geschäftsführerin zurück in die Geschichte. Vor allem aber - und das war ihr ein spürbares, persönliches Anliegen - dankte und ehrte sie langjährige, treue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Grundstein für Erfolg gelegt

Das Unternehmen wurde fast auf den Tag genau vor einem Vierteljahrhundert, am 25. April 1990, gegründet und trägt, wie die Mutterfirma, den Namen des Großvaters der aktuellen Chefin, Ludwig Schneider. Dieser hatte 1954 in Wertheim den Grundstein des heutigen Erfolgs gelegt und doch nur weitergeführt, was ein anderer vor ihm begonnen hatte. Denn bereits 1910 hatte Benjamin Schneider Thermometer entwickelt und machte den Namen Schneider zu einer bekannten Größe in der Branche. Die LSM wiederum war von Hans-Ludwig Schneider gegründet und auf dem Markt etabliert worden, der "durch seine Visionen damit für unser Haus die Messtechnik vervollständigt und Synergien sinnvoll genutzt" habe, wie Brigitte Schneider ihren Vater würdigte.

Nicht ohne Stolz sprach die Geschäftsführerin von einem Traditionsunternehmen, das stets in familiärer Verantwortung geführt worden sei und durch Zusammenhalt und Zukunftsorientierung bis heute Bestand habe.

Als "Schlüssel des Erfolgs" bezeichnete die Rednerin, "versuchen und ausprobieren, statt diskutieren". Wie gut dieser Schlüssel sich jeweils im Schloss habe drehen lassen, "das lag immer an den jeweiligen Zeiten und handelnden Personen". Manchmal hätten sich Türen wie von selbst geöffnet, manchmal habe es dazu einiger Kraftanstrengung bedurft. "Aber gepasst hat dieser Schlüssel immer."

Engagement

Dafür seien nicht zuletzt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich. "Sie begegnen den Aufgaben, die Ihnen gestellt werden, mit Kompetenz. Sie zeigen Engagement für unsere Präzision. Sie bringen Ihre Ideen ein. Sie versuchen und öffnen damit dem Erfolg die Türen," betonte Brigitte Schneider.

Die Geschäftsführerin ging dann auf einige wesentliche Daten und Fakten in der noch vergleichsweise jungen LSM-Geschichte ein, etwa die Erstakkreditierung des Prüflabors für die Messgröße Temperatur 1990, der 2005 die für die Messgröße Dichte folgte, und zwar als erstem deutschen privatwirtschaftlichen Kalibrierlabor.

2008 habe man schließlich alle Voraussetzungen geschaffen, "um den messtechnischen Ansprüchen von Industrie, Forschung, Entwicklung und Wissenschaft für das nächste Jahrzehnt gerecht zu werden".

Zahlreiche Auszeichnungen, vor allem in der jüngeren Vergangenheit, folgten. Um den einmal erreichten Standard zu halten und weiter auszubauen, stünden Investitionen in Spitzentechnologie in diesem Jahr noch an, so Brigitte Schneider.

Aber gute Voraussetzungen für die Zukunft seien nicht nur technischer Natur.

"Es ist gut, sich vor allem an Menschen zu halten", wandte sich die Geschäftsführerin einmal mehr und aufs Neue den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu (siehe weiteren Artikel), um dann mit dem Blick in die Zukunft zu schließen: "Wir messen weiter, wir denken weiter, wir entwickeln weiter, und wir engagieren uns weiter." ek

© Fränkische Nachrichten, Montag, 27.04.2015