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Großbrand in Königheim: Produktionshalle, Büroräume, Verkaufsladen sowie Gaststätte „Kronenstuben“ der Familie Morschheuser brannten in der Nacht zum Samstag vollkommen nieder

Schaden beläuft sich auf mehrere Millionen Euro

Archiv-Artikel vom Montag, den 11.11.2013

Von unserem Redaktionsmitglied Harald Fingerhut

Die Kronenstuben im Gewerbegebiet Breitenflur in Königheim fielen ebenso wie die Produktionsräume den Flammen zum Opfer.

© Bild: Harald Fingerhut

Das Inferno brach am Freitag gegen 21.25 los: Im Technikbereich der Firma Morschheuser in Königheim brach Feuer aus und kurz darauf brannte der über 6000 Quadratmeter große Gebäudetrakt lichterloh. t

© Harald Fingerhu

Am Tag danach: Die Produktionshalle der Metzgerei Morschheuser. Selbst die Träger verbogen sich aufgrund der großen Hitze.

Gleich zwei Drehleitern kamen zum Einsatz.

© Christian Bach

Wo am Freitagabend in gemütlicher Atmosphäre noch Gäste saßen, war am Samstagmorgen nur noch ein verkohltes Trümmerfeld übrig.

Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden.

© Norbert Seybold

Königheim. Fassungslos musste die Familie Morschheuser in der Nacht zum Samstag zusehen, wie ihr Lebenswerk ein Raub der Flammen wurde. Aus noch ungeklärter Ursache brach am Freitag gegen 21.25 Uhr im über 6000 Quadratmeter großen Gebäudekomplex der Metzgerei Morschheuser im Gewerbegebiet Breitenflur in Königheim direkt an der B 27 ein Brand aus. Das rund 200 Mann starke Großaufgebot an Feuerwehren aus dem Main-Tauber- und benachbarten Neckar-Odenwald-Kreis konnte nicht verhindern, dass neben den Produktionsräumen auch die Gaststätte "Kronenstuben" völlig ausbrannte. Die anwesenden Gäste und das Personal konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, so dass niemand verletzt wurde. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf mehrere Millionen Euro.

"Es war wohl einer der schlimmsten Großbrände in der jüngeren Geschichte des Main-Tauber-Kreises", bilanzierte Kreisbrandmeister Alfred Wirsching am Samstag im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten. "Der Brand ist im hinteren Gebäudetrakt in der Technik ausgebrochen." Zu diesem Zeitpunkt haben sich in der Gaststätte "Kronenstuben" noch Gäste befunden. Von den sich anbahnenden dramatischen Ereignissen bekamen sie zunächst jedoch nichts mit. "Plötzlich gab es eine Erschütterung, als ob eine heftige Windböe das Gebäude erfasst hätte, und dann war der Strom weg", schildert ein Gast gegenüber den FN. Man habe sich jedoch nichts weiter dabei gedacht. Komisch sei lediglich gewesen, dass im gegenüberliegenden Discounter die Beleuchtung intakt gewesen sei. Kurz darauf sei der Koch in die Gaststätte gekommen und habe sie aufgefordert, das Lokal unverzüglich zu verlassen. Nach Informationen der FN wurde er von einem Königheimer Bürger informiert, der das Feuer vom Sportheim aus gesehen hatte.

Zu dieser Zeit waren die Feuerwehren schon alarmiert. Rund 200 Feuerwehrleute, davon rund 100 Atemschutzträger, aus Königheim, Tauberbischofsheim, Hardheim, Walldürn, Lauda und Bad Mergentheim waren im Einsatz. Als sie an der Brandstätte eintrafen, brannten die Produktionsräume schon lichterloh. Das Feuer fraß sich, angetrieben vom Westwind, vom hinteren Gebäudeteil am Hang Richtung Königheim kontinuierlich bis zur Gaststätte am anderen Ende durch "Gegen zwei Uhr haben wir das Feuer dann unter Kontrolle gehabt", so der Kreisbrandmeister, der den Einsatzkräften eine vorbildliche Arbeit attestierte. Der Gebäudetrakt sei jedoch nicht zu retten gewesen.

Das Wasser zum Löschen wurde vom nahe gelegenen Brehmbach abgezapft. Die entsprechenden Rohrleitungen mussten die Feuerwehrleute quer über die B 27 legen. Deshalb kam es zunächst zu größeren Verkehrsbehinderungen, später wurde die Bundesstraße bis in die Morgenstunden des Samstags von der Polizei voll gesperrt und eine Umleitung eingerichtet. Vorsorglich waren noch zwei Rettungswagen und zwei Notärzte vor Ort. Zu Schaden kam zum Glück niemand.

Für benachbarte Gebäude bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Zudem sorgte der Westwind dafür, dass die beißenden Rauchschwaden nicht in Richtung Königheimer Wohngebiet zogen, sondern in Richtung Tauberbischofsheim beziehungsweise über den Berg Richtung Dienstadt.

Die Familie Morschheuser sah sich am gestrigen Sonntag nicht in der Lage, eine Stellungnahme abzugeben. Josef Morschheuser erwähnte lediglich, dass er und seine Familie sich über diverse Hilfsangebote sehr gefreut hätten. Das Familienunternehmen besteht seit über 150 Jahren, seit mehreren Jahrzehnten führt Josef Morschheuser den Betrieb. Zurzeit beschäftigt er 55 Personen in Voll- und Teilzeit.

Die Kriminalpolizei hat mittlerweile die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Polizei geht aufgrund der Dimension des Brandes von umfangreichen und langwierigen Untersuchungen, in die auch Brandsachverständige eingebunden werden, aus.

© Fränkische Nachrichten, Montag, 11.11.2013
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