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Land und Leute: Silanca Weihmann aus Impfingen reiste mit ihrer Stiftung „Fly and Help“ nach Ruanda und besuchte dort vier Schulen

Bewegende Tage in einer ganz anderen Welt

Von unserem Redaktionsmitglied Sabine Holroyd

Die Impfingerin Silanca Weihmann, umgeben von fröhlichen, dankbaren Schulkindern.

© Weihmann

Nicht immer verändern Reisen den Blick aufs eigene Leben. Silanca Weihmanns Aufenthalt in Ruanda hat das aber auf jeden Fall getan.

Impfingen. "Man braucht erst einmal eine Weile, um sich wieder an das Leben hier zu gewöhnen", sagt sie, noch immer tief bewegt von den Eindrücken in dem afrikanischen Land. Silanca Weihmann, eine gebürtige Westerwälderin, lebt mit ihrer Familie in Impfingen. Von dort aus leitet sie seit fünf Jahren die Stiftung "Fly & Help", die 2009 von ihrem Vater Reiner Meutsch ins Leben gerufen worden war.

Vier Schulen, die durch "Fly & Help" in Ruanda entstehen konnten, wollte sie sich mit einer Gruppe deutscher Sponsoren vor Ort einmal anschauen. Als sie deshalb in Frankfurt ins Flugzeug stieg, lag eine 15-stündige Reise in eine andere Welt vor ihr.

"Ich war sehr aufgeregt und gespannt, was mich dort erwartet", erzählt sie im Gespräch mit den FN.

In der Hauptstadt Kigali angekommen, fiel ihr - als einziger Weißer weit und breit - als erstes die Freundlichkeit der Menschen dort auf. "Viele haben gewunken und waren einfach total herzlich".

Und schon ist sie gedanklich bei einer Familie, die sie mit den anderen Deutschen besuchte. Spätestens jetzt war sie wirklich in der "anderen" Welt angekommen: "Sie lebten zu siebt mit einer Ziege in einer vielleicht vier mal vier Meter großen Lehmhütte, hatten keine Möbel, keine Kleidung, nicht einmal Teller und Besteck. Das, was sie besitzen, tragen sie am Leib. Sie sammeln Lehm, machen daraus Töpfe und verkaufen sie auf dem Markt - tagaus, tagein. Von den 20 Cent, die sie ungefähr am Tag verdienen, leben sie. Doch sie waren zufrieden mit dem, was sie hatten, und freuten sich riesig über unseren Besuch".

Schon kleine Kinder müssen helfen

Silanca Weihmann kämpft mit den Tränen, als sie weitererzählt: "Die Kinder in Ruanda müssen von klein auf mithelfen. Sie werden mit Kanistern zu den Wasserstellen, die oft kilometerweit entfernt sind, geschickt, um sie aufzufüllen. Jedes Kind muss so viel tragen können, wie es wiegt. Wiegt es zehn Kilo, muss es bereits zehn Kilo auf dem Kopf schleppen. Das", sagt sie, "war sehr bewegend zu sehen".

Spielzeug gibt es nach ihren Erfahrungen überhaupt keines: "Aus Bananenblättern, die sie mit Lianen umwickeln, basteln sich die Kinder Fußbälle". Viele Jungen und Mädchen dort haben keine Chance, eine Schule zu besuchen. "Eine Schuluniform, wie sie in Ruanda vorgeschrieben ist, kostet umgerechnet sechs Euro. Das können sich viele Familien nicht leisten". Doch ohne Uniform darf ein Kind dort nicht zur Schule gehen.

Vier Schulen besucht

Diejenigen, deren Eltern das Geld für die Uniform aufbringen können, besuchen oft Schulen, die viel zu klein sind. 80 Kinder in einem Klassenzimmer sind keine Seltenheit. Und hier setzt die Hilfe von "Fly & Help" an.

Die Gruppe, mit der Silanca Weihmann unterwegs war, besuchte vier Schulen, die durch die Stiftung gebaut werden konnten. Ein ganz großes Erlebnis war die Einweihung der ersten Schule. "Schon drei Kilometer vorher standen die Eltern Spalier, klatschten und sangen. Wir sind eine halbe Stunde mit dem Jeep durch singende Eltern gefahren, an der Schule warteten dann 1000 Kinder auf uns. Das war so überwältigend, dass ich erst mal nur noch geheult habe", gibt sie zu. "Die Schüler waren so dankbar. Sie hatten ein großes Programm mit Tänzen und Gesängen für uns vorbereitet, der Bürgermeister und ein Mitarbeiter des Bildungsministeriums hielten Reden". Unvergessliche Erlebnisse für die junge zweifache Mutter aus Impfingen.

"Teilweise", erzählt sie, "hatten die Kinder noch nie einen weißen Menschen gesehen und waren anfangs schüchtern. Doch dann siegte die Neugier. Viele waren auch an meiner Kamera interessiert, denn so etwas kannten sie natürlich auch nicht. Manche hatten sich auch noch gar nicht selbst in einem Spiegel erblickt, wussten also gar nicht, wie sie aussehen".

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