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Landfrauen Niederstetten: Ortsverein feierte sein 70-jähriges Bestehen mit einem Kaffeeklatsch im Kult

„Wir sind eine tolle Gemeinschaft“

Von unserem Redaktionsmitglied Bettina Semrau

Einen rundum gelungenen Nachmittag verbrachten die Niederstettener Landfrauen anlässlich ihres Jubiläums im "Kult". Bürgermeister-Stellvertreter Uli Roth überbrachte Grüße, Nora Lettau (unten links) erzählte Märchen.

© Bettina Semrau

Landfrauen können unglaublich gut kochen und backen. Dass sie aber noch viel mehr drauf haben, wurde auch bei der Feier zum 70-jährigen Bestehen des Ortsvereins Niederstetten deutlich.

Niederstetten. "Wir Landfrauen sind eine tolle Gemeinschaft, die unendlich viel bewegt hat und in der Stadt Anerkennung erfährt", sagte die Vorsitzende Elisabeth Schneider dann auch ganz selbstbewusst bei ihrer Festrede im Kult, wo sich der Verein zum großen Geburtstagskaffeeklatsch mit köstlichen Kuchen und Torten, begleitet von Matthias Döhler am Flügel, traf.

139 Mitglieder gehören aktuell zur örtlichen Landfrauenfamilie, inklusive der vier männlichen Förderer. Das Durchschnittsalter liegt bei 67 Jahren und nur noch elf der Frauen sind in der Landwirtschaft tätig.

Das war am Freitag, 7. März 1947 noch ganz anders, als der Landfrauenverein abends um acht im Saal des Gasthauses Melber gegründet wurde. Vorläufer der Landfrauen war nämlich der 1916 in Niederstetten gegründete "Landwirtschaftliche Hausfrauenverein" gewesen.

Die Schulungen, die man im damals neuen Verein belegen konnte, spiegelten dann auch die Bedürfnisse der bäuerlichen Hausfrau wider: Neben Koch-, Näh-, Stick-, Flick- und Bügelkursen wurden auch Schuhmacher-, Web- und Melkkurse angeboten.

47 Frauen trugen sich bei der damaligen Versammlung in die Vereinsliste ein und gaben laut Gründungsurkunde damit den "eindeutigen Beweis ihres aufrichtigen Willens zur nutzbringenden Zusammenarbeit" ab. Diese Zusammenarbeit sah damals und sieht auch heute noch so aus, dass die Landfrauen, so Elisabeth Schneider, "immer gerne dabei sind, wenn die Stadt uns braucht".

Wie beliebt die Erzeugnisse der Landfrauen sind, wurde erstmals beim Herbstfestcafé im Jahr 1950 deutlich. Damals fanden die 30 Gugelhupfe, 30 Obstkuchen, 22 Hefekränze, 40 Torten sowie die vielen Schnecken und Hörnle so reißenden Absatz, dass zweimal die Polizei kommen musste...

Ob bei Gewerbeschauen, Partnerschaftstreffen oder offiziellen Terminen: versiert und zuverlässig übernimmt der Verein die Bewirtung. Doch die Vorsitzende machte genauso deutlich: "Landfrauen sind nicht dazu da, um bei Firmenevents die Spülfrau abzugeben".

Auch hier wird klar: Die Landfrauen sind stolz auf ihre hauswirtschaftlichen Fähigkeiten, wollen sich aber nicht darauf reduzieren lassen. Der Wandel hat sich auch in den angebotenen Kursen niedergeschlagen. Waren zu Beginn Themen wie Säuglingspflege, Arbeitserleichterungen für die Landfrau oder die Behandlung neuer Stoffe wie Nylon, Perlon und Dralon die drängendsten Aufgabenstellungen, so beschäftigt sich der Verein heute mit der Stellung der Frau in der Gesellschaft oder dem demographischen Wandel. Doch es gibt auch Beschäftigungen, die heute noch genauso beliebt sind wie damals: Nähkurse, zum Beispiel. 1969 begann die Ära der Schneiderin Isolde Menikheim, die bis 1990 in 49 Nähkursen 490 Frauen das Nähen beibrachte und den Verein, so Schneider, damit "zur Blüte" brachte. Geradezu legendär waren die Modenschauen zum Nähkursabschluss, die zum Publikumsrenner wurden.

Doch Landfrauen beschränken sich nicht auf Handarbeiten: sie machen auch gerne Sport, spenden immer wieder für karitative Zwecke und - sie machen gerne Ausflüge und Lehrfahrten.

Trotz all dem, was der Verein bietet, hat er - genauso wie alle anderen Vereine auch - Mühe, junge Frauen zum Mitmachen zu bewegen. Auch mit der Neubesetzung des Postens der Vorsitzenden tut man sich aktuell nicht leicht.

Ein Problem, das auch Ursula Popp kennt, die zweite Vorsitzende des Kreislandfrauenverbandes. Sie war gemeinsam mit Kreisgeschäftsführerin Manuela Schuler und Beisitzerin Brigitte Wolfert nach Niederstetten gekommen. Das Team stellte sich und die Arbeit des Kreisverbandes vor und wünschte dem Verein, dass er auch weiter erfolgreich "der Sozialkitt für die Stadt Niederstetten" bleibe. Das wünschte sich auch Bürgermeister-Stellvertreter Ulrich Roth, der die Glückwünsche der Stadt überbrachte und die Landfrauen bat: "Bitte bleiben Sie bei der Stange".

Höhepunkt des Nachmittags und ein besonderer Genuss war schließlich der Auftritt von Nora Lettau aus Öhringen-Untersteinbach, die mit großer Leidenschaft und Talent ebenso amüsante wie emotional bewegende Märchen für Erwachsene erzählte.

© Fränkische Nachrichten, Dienstag, 21.03.2017
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