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Windkraft: Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller weihte am Samstag den Windpark Klosterwald mit seinen zehn Anlagen offiziell ein

Öko-Strom für 18 000 Haushalte

Archiv-Artikel vom Montag, den 25.01.2016

Von unserem Redaktionsmitglied Arno Boas

Rund 100 Demonstranten protestierten friedlich gegen die Einweihung des Windparks Klosterwald. Die Polizei, mit rund 15 Mann im Einsatz, musste nicht eingreifen.

Der Windpark Klosterwald wurde am Samstag eingeweiht. Rund 200 Besucher waren nach Erdbach gekommen, um an der offiziellen Feier teilzunehmen. Darunter auch (im Bild links) WEBW-Geschäftsführer Martin Bidell, Johannes van Bergen, Geschäftsführer der Schwäbisch Haller Beteiligungsgesellschaft SHB, WEBW-Geschäftsführer Markus Schnabel, Wirthwein-Finanzvorstand Rainer Zepke, sowie (im Bild rechts) der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller, Creglingens Bürgermeister Uwe Hehn und Erster Landesbeamter Dr. Ulrich Derpa (Landratsamt Main-Tauber-Kreis).

© Arno Boas

Die Bürgerinitiative (BI) "Rettet den Klosterwald" übergab eine Resolution an Umweltminister Franz Untersteller (links). Rechts BI-Sprecher Eckehard Bach.

Creglingen. Nach neunmonatiger Bauzeit ist der Windpark Klosterwald eingeweiht worden. Die zehn Anlagen mit einer Höhe von 200 Metern können 18 000 Durchschnittshaushalte mit Strom versorgen.

Bevor der baden-württembergische Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller (Grüne) im Festzelt vor rund 200 Besuchern die Notwendigkeit der Energiewende unterstrich, stellte er sich zunächst der Diskussion mit Mitgliedern von verschiedenen Bürgerinitiativen, die gegen die Nutzung von Waldflächen für die Windenergie protestierten (siehe weiteren Bericht auf dieser Seite).

Die Einweihung eines der größten Windparks im Land gleich zu Jahresbeginn wertete der Umweltminister als ein "Zeichen für die gute Entwicklung der Windenergie". Im Main-Tauber-Kreis werde der Ausbau dieser regenerativen Energieform wie in kaum einer anderen Region des Landes vorangetrieben, was an der der guten Windhöffigkeit dieser Region liege. Um solche "sehr umfangreichen Verfahren" in einer "vernünftigen Zeit" durchführen zu können, bedürfe es "hoch kompetenter Mitarbeiter" im Landratsamt, führte der Minister aus. Sie würden "sehr genau" arbeiten, bevor eine Genehmigung erteilt werde. Darin bestätigt sieht sich der Politiker durch den Umstand, dass bisher noch kein Genehmigungsverfahren von einem Gericht gekippt worden sei.

Daten zum Windpark

  • Der Windpark Klosterwald Creglingen mit seinen zehn Anlagen des Typs GE 2,5 wird von den Firmen Windenergie Baden-Württemberg (WEBW), Wirthwein Creglingen und MVV Energie Mannheim betrieben.
  • Der WEBW gehören sieben Anlagen auf staatlichem Grund, der Firma Wirthwein zwei Anlagen auf städtischer Fläche und der MVV Energie eine Anlage auf Privatgelände.
  • Jedes Windrad hat eine Leistung von 2,5 Megawatt. Nach Angaben der Betreiber können die zehn Anlagen zusammen gut 63 Millionen Kilowattstunden Strom/Jahr erzeugen.
  • Die CO2-Einsparung beträgt rund 38 000 Tonnen pro Jahr, was einem jährlichen Stromverbrauch von zirka 18 000 Haushalten mit vier Personen entspricht.
  • Die Gesamtinvestition wird von den Betreibern mit rund 50 Millionen Euro angegeben.
  • Im Main-Tauber-Kreis sind jetzt 99 Windkraftanlagen in Betrieb. Derzeit liegen Anträge für den Bau weiterer 51 Anlagen vor.
  • Landesweit waren Ende 2015 445 Windkraftanlagen mit einer Leistung von knapp 700 Megawatt in Betrieb, 100 Anlagen befanden sich zu diesem Zeitpunkt im Bau, es lagen zirka 200 Anträge zur Genehmigung vor. abo

Der Genehmigungsbescheid für den Windpark Klosterwald habe einige Nebenbestimmungen zum Schutz der Umwelt enthalten: Einschränkungen bei den Baumfällarbeiten zum Beispiel, ein Monitoring für Fledermäuse oder Schutzmaßnahmen für Amphibien. Er habe keinen Grund, an der Richtigkeit der Genehmigungsauflagen zu zweifeln. Gerichte und der Petitionsausschuss des Landtags hätten diese Sicht bestätigt, so Franz Untersteller.

Den Windpark Klosterwald bezeichnete der Minister als "ganz wichtiges Projekt", dem weitere folgen würden. So sei demnächst die Einweihung eines Windparks mit 16 Anlagen auf der Schwäbischen Alb geplant. Auf dem Weg, bis zum Jahr 2020 zehn Prozent des Stroms durch Windkraftanlagen zu erzeugen, sieht er das Land ein gutes Stück voran gekommen. Eine "engagierte Bürgerinitiative" habe das Projekt kritisch begleitet und ihre Bedenken geltend gemacht: "Das ist nichts, was ich kritisiere", sagte Untersteller. "Im Gegenteil, konstruktive Kritik macht Projekte besser und hilft, den Wind-energie-Ausbau mit den Belangen von Mensch und Umwelt in bestmöglichen Einklang zu bringen."

Franz Untersteller sicherte zu, die angekündigten Schallmessungen der Betreiber und der Stadt Creglingen im Auge zu behalten. Es sei sinnvoll, die Geräuschentwicklung nachzuprüfen, "denn ich habe ja ein Interesse daran, dass der Windpark in der Bevölkerung auf Akzeptanz stößt".

WEBW-Geschäftsführer Martin Bidell würdigte die "konstruktive Zusammenarbeit" mit allen Beteiligten und sagte, man wolle mit dem Windpark nicht nur Geld verdienen, sondern auch etwas ökologisch Sinnvolles zun.

Finanzvorstand Rainer Zepke von der Creglinger Wirthwein AG nannte die Energiewende nach der atomaren Katastrophe in Fukushima eine "sehr gute Idee". "Sehr froh" sei man, dass die Stadt Creglingen in ihrer Planung Flächen für Windkraftstandorte ausgewiesen habe, so Rainer Zepke. In der Zeit, in der die Windkraftanlagen jetzt am Netz seien, habe man "ganz ordentliche Erträge" eingefahren. Eine Selbstverständlichkeit sei es, dass man die im Genehmigungsverfahren festgelegten Schallmessungen durchführe, betonte der Wirthwein-Finanzvorstand. MVV-Vorstandsmitglied Dr. Hansjörg Roll bezeichnete die Windpark-Einweihung als "guten Tag für Creglingen und die regenerative Energiepolitik vor Ort". Er betonte die Wichtigkeit von Ausgleichsmaßnahmen für den Eingriff in die Natur, um die Auswirkungen auf die Landschaft so gering wie möglich zu halten.

"Wir haben viele, viele Diskussionen geführt, und zahlreiche Veranstaltungen gemacht", sagte Creglingens Bürgermeister Uwe Hehn, der das "weitgehend faire Verhalten" der Bürger würdigte. "Die Windräder stellen einen Eingriff in die Natur und eine Belastung für die Anwohner dar," räumte Uwe Hehn ein. Dafür müsse es einen Ausgleich geben. Mit den Betreibern habe die Stadt Reglungen getroffen, die für die Kommune "sehr vorteilhaft" seien. Das solle vor allen den betroffenen Dörfern zugute kommen.

© Fränkische Nachrichten, Montag, 25.01.2016
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