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Das war die Woche:

Vom EM-Fieber (noch) nicht gepackt

Archiv-Artikel vom Samstag, den 25.06.2016

Von unserem Redaktionsmitglied     Klaus T. Mende

© Repro: FN

Volle Stadien, beste äußere Bedingungen, Weltstars wie Cristiano Ronaldo, Gareth Bale, Thomas Müller, Gianluigi Buffon oder Wayne Rooney geben sich ein Stelldichein - ja, in Frankreich messen sich derzeit die besten Teams des Kontinents und küren den neuen Europameister. Eigentlich ideale Voraussetzungen, um so regelrecht mitzufiebern. Aber so richtig will der Funke (noch) nicht überspringen. Zumindest geht es mir so. Ihnen auch?

Ich bin eigentlich ein großer Anhänger der schönsten Nebensache der Welt. Und regelmäßig verfolge ich als Fan meiner Lieblingsmannschaft in der Bundesliga deren Spiele live vor Ort im Stadion. Doch echtes EM-Feeling mag diesmal nicht so recht aufkommen - bislang zumindest.

Ich sehe mir das eine oder andere Spiel gewiss im Fernseher an und nehme das zur Kenntnis, was da gerade über die Mattscheibe flimmert - aber mitfiebern sieht anders aus. Woran das wohl liegt?

Für mich hat dieses Kontinental-Championat in den letzten Jahren viel von seinem Reiz verloren, weil sich hier nicht mehr ausschließlich die Elite misst.

Früher waren's mal acht Teams in zwei Gruppen, die den Titelträger ausgespielt haben. Mittlerweile sind wir bei 24 Mannschaften angelangt, die den Sprung in die Endrunde schaffen - Masse verdrängt Klasse, statt Qualität gibt es nur noch viel Quantität. Aus meiner Sicht gerät der sportliche Wert so immer mehr in den Hintergrund - auch, weil das Geld eine immer bedeutendere Rolle spielt. Leider!

Die Uefa will einen ordentlichen Reibach machen, die Verbände der teilnehmenden Länder wollen vom Kuchen ein großes Stück abhaben und selbst die Kicker kassieren schon für das Erreichen des Viertelfinals Prämien in sechsstelliger Höhe - für mich persönlich ein Trend, der in die falsche Richtung führt und langsam nicht mehr tolerierbar ist.

Denken wir mal viele Jahrzehnte zurück, an 1954 oder 1974 zum Beispiel. "Fußball-Gott" Turek, "Boss" Rahn, "Bomber" Müller oder "Katsche" Schwarzenbeck haben für die WM-Titel sicher auch eine kleine finanzielle Belohnung erhalten, das möchte gewiss ich nicht in Abrede stellen. Für all jene war's aber eine Ehre, den Bundesadler auf der Brust zu tragen. Sie waren seinerzeit noch stolz, in die Nationalmannschaft berufen zu werden. Aber die Zeiten haben sich längst geändert. Denn der schnöde Mammon regiert die Welt und macht im Umkehrschluss den Fußball immer mehr zu seiner Geisel. Hierzu fällt mir der alte Kalauer ein, was denn der Unterschied zwischen einem Bankräuber und einem Profifußballer ist? Der Bankräuber sagt: "Geld her oder ich schieße", der Profikicker entgegnet: "Geld her oder ich schieße nicht . . ."

Zwei Dutzend Teilnehmer stellen für mich zudem eine Verwässerung des Wettbewerbs dar. Wenn ich bedenke, dass sich deren 16 für das Achtelfinale qualifizieren, dann heißt dies, Taktieren bis zum Geht-nicht-mehr. Dies geht letztlich auf Kosten der Qualität der Spiele. Denn die war bislang, bis auf ganz wenige Ausnahmen, einer EM nicht würdig. Teilweise war die Zeit vor dem Bildschirm vergeudet, anstatt der zahlreichen fußballerischen Magerkost beizuwohnen, hätte man sicher Sinnvolleres tun können. Denn da macht das Zuschauen beileibe keinen großen Spaß.

Trotz alledem ist es der Anspruch der Mannen von Jogi Löw, der Weltmeisterschaft von 2014 jetzt den kontinentalen Titel folgen zu lassen. Auch wenn aus meiner Sicht der ein oder andere Kicker zu Unrecht in den EM-Kader berufen wurde, hat das Team als Kollektiv durchaus das Zeug, dieses Vorhaben in die Realität umzusetzen.

Wem jedoch die Ehre zuteilwird, Deutschland bei solch einem Großereignis zu vertreten, der sollte auch bemüht sein, dies mit der entsprechenden Würde zu tun. Dazu gehört für mich, bei der Nationalhymne kräftig mitzusingen. Ein Müller tut's, ein Boateng macht's. Einige andere öffnen nur leicht die Lippen, ein Özil hingegen hält den Mund lieber gänzlich geschlossen - so als ob er sich nicht zugehörig fühlt. Vielleicht liegt's auch daran, dass ihn und einigen anderen der Text gar nicht geläufig ist. Da wäre es doch mal echt überlegenswert, in die täglichen Trainingseinheiten einen Part Gesangsunterricht mit einzubauen.

Wie es geht, machen uns im Übrigen die Englänge, Kroaten, Iren oder Italiener vor. Nachahmen erwünscht!

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 25.06.2016
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