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Das war die Woche:

Mittendrin statt bloß dabei

Archiv-Artikel vom Samstag, den 28.05.2016

Von unserem Redaktionsmitglied      Bettina Semrau

Tierschutzverein, Feuerwehr, Rotes Kreuz, Hospizdienst. Denk' ich an die Menschen, die sich da ehrenamtlich engagieren, breitet sich schon immer so eine Art Dankbarkeitsgefühl in mir aus. Da gibt es tatsächlich Leute, die große Teile ihrer Freizeit dafür verwenden, sogar Geld, etwa für Benzin, ausgeben, um was für andere, also auch für mich, zu machen. Wow!

In die Dankbarkeit mischt sich auch ein bisschen schlechtes Gewissen, denn mein Einsatz fürs Gemeinwohl ist - ehrlich gesagt - schnell aufgezählt: Nix!

Sinnvolle Betätigungen gibt es zwar jede Menge, keine davon hat mich aber bisher zwingend "gerufen", wenn Sie wissen, was ich meine. Und das muss schon sein, denn halbe Sachen funktionieren bei mir nicht. Nur, wenn ich etwas richtig gut finde, es wirklich will, bleibe ich auch dran. Sonst verläuft jeder noch so gute Vorsatz irgendwann im Sand. Ich bin halt kein Vereinsmensch, habe ich mir gesagt. Und dann ist da ja auch noch mein Job, bei dem ich nicht selten bis spät in den Abend hinein arbeiten und Sonntagsdienste schieben muss...

Irgendwann kam ich dann aber - zunächst beruflich - zum Freilichttheater im Niederstettener Tempele. Das Gefühl, mitmachen, dazugehören zu wollen, kam nicht auf einmal, sondern eher in kleinen Schritten.

Beim Besuch im Kleiderfundus und im Zimmer der Schneiderinnen, wo sich Stoffrollen und Knöpfe stapeln, beim Blick in den Container der Maskenbildner, wo vor großen Spiegeln Töpfchen mit Theaterschminke und bunte Perücken stehen, bei den eher wortkarg-geschäftigen Männern vom Bühnen-Bautrupp, bei denen die Späne fliegen und es so gut nach Holz und Farbe riecht oder bei den Schauspiel-, Tanz- und Gesangsproben, bei denen Menschen wie Du und Ich plötzlich verliebt flüstern, in hysterisches Gelächter ausbrechen oder sich die Seele aus dem Leib schreien - ganz so, wie es die Rolle, die Szene oder der Regisseur verlangt.

Am liebsten hätte ich überall gleichzeitig mitgemacht, beim Nähen, Schminken und Bauen geholfen - und dann auch noch auf der Bühne gestanden. Doch das hätten weder mein Job noch meine Familie erlaubt. Meinen Platz im Verein habe ich trotzdem gefunden: Vor der Bühne, als Souffleuse. Da bin ich direkt von Anfang an dabei. Und werde gebraucht. Auch jetzt wieder, denn die Proben zu Shakespeares "Sommernachtstraum" haben letzte Woche angefangen.

Zu Beginn können die Schauspieler nämlich ihren Text noch nicht so perfekt. Ich gebe ihnen dann die nötigen Stichworte, damit die Probe flüssig ablaufen kann. Und in ein paar Wochen, wenn sich der Vorhang für die Premiere hebt, bin ich dabei, um ihnen zu helfen, wenn sie vor Aufregung mal ihren Text vergessen sollten.

Na gut, stimmt, sie haben recht. Ich rette keine bedrohten Tiere, versorge keine Verletzten und berge auch keine Menschen aus brennenden Häusern. Aber trotzdem bin ich Teil von etwas, das später vielen Menschen Freude bereitet, sie rührt oder zum Lachen bringt.

Und wenn ich zur Probe komme, dann freuen sich meine Vereinskollegen, genau wie ich mich über sie. Ich gehöre dazu. Und das fühlt sich richtig gut an.

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 28.05.2016
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