» Startseite > Ratgeber > Motor & Verkehr > Fahrberichte > Peugeot > Artikelseite
Präsentation Peugeot 308 CC: Klappdach-Cabrio
Von Dieter Schwab
Nutzwert und Sicherheit vor Aussehen? - Peugeot schob die Welle der viersitzigen Klappdach-Cabrios an und gab dabei den ersten beiden Eigenschaften die Priorität. Der neue 308 CC stellt das nicht grundsätzlich auf den Kopf, aber er fällt deutlich hübscher als sein Vorgänger aus.
Coupé oder Cabriolet? - Diese Frage, auf ein und dasselbe Fahrzeug bezogen, stellt sich erst, seit es für offene Viersitzer anstelle einer "Stoffmütze" die Klappdach-Lösung gibt. Der beliebteste Vertreter in der Kompaktklasse war der Peugeot 307 CC. Jetzt stellten die Franzosen seinen Nachfolger, den 308 CC. Mit ihm wollen sie der Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzufügen. Die Chancen schätzt Thomas F. Schalberger, Direktor Presse und Kommunikation bei Peugeot Deutschland, optimistisch ein: "Wir gehen davon aus, dass der Markt für Klappdach-Cabrios auf hohem Niveau stagnieren wird."
Mit aktuell 13 Mitbewerbern in diesem Segment fallen die Kuchenstücke zwangsläufig etwas kleiner aus. Trotzdem traut Schalberger dem 308 CC im laufenden Jahr noch 3000 Neuzulassungen in Deutschland zu. 6500 sollen es 2010 werden.
Dabei setzt Peugeot auf Tugenden, die zum Spaßfaktor, den offene Autos bieten, die Zweckmäßigkeit in den Vordergrund rücken. "Die Stärken des 308 CC sehen wir bei Design, Komfort, Sicherheit und Qualität."
Mit dem ersten Punkt wird auch gleich ein heikles Thema berührt: das Aussehen. Das Blechdach soll möglichst klein sein, um dem Kofferraum nicht über Gebühr viel Platz abzuverlangen. Entsprechend zieht sich die Frontscheibe weit nach hinten. Die eigentliche Herausforderung für die Designer ist aber das Heck. Es ist länger und höher, weil geklapptes Blech mehr Platz in Anspruch nimmt als ein gefaltetes Stoffverdeck.
Peugeot erschwert die Aufgabe für die Leute am Zeichenbrett zusätzlich. Man hält an einer zweiteiligen vollautomatischen Lösung fest, obwohl die Konkurrenz teilweise auf Techniken mit drei Teilen umgestiegen ist. Die Franzosen hatten mit ihrem Verfahren über die gesamte Lebensdauer des 307 CC nicht eine einzige System bedingte Reklamation wegen Undichtigkeit. Grund genug, hier nicht einzugreifen. Ein ansehnliches Heck hat der 308 CC trotzdem abbekommen.
Qualität spielte auch bei der Gestaltung des Interieurs eine wichtige Rolle. Das hochwertige Innere lebt nicht nur von der gelungenen Materialauswahl, sondern auch von komfortablen Sitzen. Auch die Fahrwerksabstimmung bleibt im komfortablen Bereich.
Gegenüber geschlossenen Kompaktwagen müssen beim Sitzplatzangebot keine großen Abstriche gemacht werden. Anders sieht das beim Kofferraum aus. Er wurde zwar gegenüber dem 307 CC um 22 Liter bei offenem Dach vergrößert, aber 226 Liter laden nicht zwingend zu einem Besuch im Möbelhaus ein. Das sieht bei "aufgesetzter Mütze" schon besser aus. Dann sind es 403 Liter (plus 53 Liter).
Marktpremiere ist mit einem deutlich eingeschränkten Motorenprogramm. Zum Start gibt es nur den 140 PS starken Diesel im 2.0 l 16 V HDi FAP 140. Er kostet 30 150 Euro. Das Triebwerk bietet satten Durchzug (320 Nm) schon ab 1750 U/min.
Sportliche Naturen müssen sich etwas einschränken. Die Beschleunigung auf 100 km/h dauert mehr als zehn Sekunden. Erst einmal in Fahrt, legt der 308 aber problemlos zu. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 208 km/h erreicht. Ein weiteres Plus des Common-Rail-Diesels ist sein sparsamer Umgang mit Sprit. Der Normverbrauch liegt bei 5,9 Litern für 100 Kilometer Strecke.
Ab Juli können sich die Fans des 308 CC auch für den HDi FAP 110 (27 750 Euro) oder den Benziner 120 VTi entscheiden. Dieser ist dann für 25 800 Euro das Basismodell. Er bietet 120 PS Leistung. Das Drehmoment von 160 Nm steht ab 4250 U/min zur Verfügung. Der Normverbrauch beträgt 7,1 Liter. - Alle Motoren erfüllen die Euro 5-Norm.
Die Grundausstattung bietet ESP (elektronisches Fahrwerksstabilitätsprogramm), Notbremsassistent, Fahrer-, Beifahrer, Kopf- und Seitenairbags vorne, pyrotechnische Überrollbügel, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, Klimaanlage sowie elektrische Fensterheber.
Peugeot will mit dem 308 CC nicht nur zufriedene 307 CC-Fahrer gewinnen, sondern auch neue Interessenten. Das Marketing hat da klare Vorstellungen. Nach Meinung dieser Strategen ist der Neukunde männlich, verheiratet und Mitte vierzig. Der 308 CC soll sein Zweit- oder sogar Drittfahrzeug werden. Er will ihn, weil er schon immer ein Cabriolet oder ein schickes Coupé wollte. - Die Statistik wird zeigen, ob diese Prognose eintrifft.
Fränkische Nachrichten
04. April 2009
Wer einen preiswerten Jahreswagen kaufen möchte, findet auf Mobile.de eine große Auswahl.
Adresse der Seite: http://www.fnweb.de/ratgeber/motor_und_verkehr/fahrberichte/peugeot/20090404_srv0000004029094.html