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München. Der Familie wird in Deutschland ein großer Stellenwert eingeräumt: Sie wird vor allem zur gegenseitigen Unterstützung und Hilfe im Alltag in Anspruch genommen. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Jugendinstitut (DJI) in München. Im Auftrag des Bundesfamilienministeriums befragte das DJI in einer Stichprobe 25 000 Haushalte. Berücksichtigt wurden Personen bis 55 Jahren.
Von einem guten Familienklima sprechen 70 Prozent der Befragten: Sie gaben an, "immer gern" mit ihrer Familie zusammen zu sein. Nur bei 16 Prozent kommt es "häufig" zu Reibereien. Zwei Prozent gaben an, "selten" Spaß mit ihrer Familie zu haben. Eine wichtige Rolle spielen laut Studie gemeinsame Mahlzeiten: Zwei Drittel der Befragten mit Kindern unter 18 Jahren gaben an, dass sie immer gemeinsam essen würden. Für knapp ein Drittel trifft dies "gelegentlich" zu. Am häufigsten gelingt es beim Abendessen, die Familie an einen Tisch zu bringen. 80 Prozent der 18- bis 32-Jährigen sagten, diese Mahlzeit "fast immer" vollzählig einzunehmen. Beim Mittagessen schaffen es hingegen nur 37 Prozent.
Familienmitglieder werden vor allem in schwierigen Situationen zurate gezogen. Neun von zehn Personen gaben an, sich in den vergangenen zwölf Monaten in der Familie Hilfe gesucht zu haben. Wer in einer Partnerschaft lebt, greift in 90 Prozent der Fälle auf den Partner zurück.
Über Generationen hinweg wird vor allem die Mutter als Ratgeber herangezogen: Für zwei Drittel gilt sie als wichtigster Ansprechpartner. Mit zunehmendem Alter übernehmen auch Kinder diese Funktion: 45 Prozent der Befragten, deren Kinder älter als zehn Jahre sind, wenden sich bei Problemen an sie. dpa
29. Juni 2010
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