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Mannheim. In Deutschland leben rund 130 000 sogenannte "unverbundene" Jugendliche zwischen 17 und 19 Jahren. Als "unverbunden" gilt, wer nicht zur Schule geht, arbeitslos ist und in keiner Beziehung lebt. Weiterhin fehlt diesen Jugendlichen die finanzielle und emotionale Unterstützung durch ihre Eltern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Die Untersuchung betrachtet den Zeitraum von 2000 bis 2008 und stützt sich auf Daten des Sozio-Oekonomischen Panels (SOEP). Im SOEP werden seit 1984 12 000 private Haushalte in Deutschland befragt. Themenschwerpunkte sind unter anderem Haushaltszusammensetzung, Erwerbs- und Familienbiografie, Einkommensverläufe sowie Lebenszufriedenheit.
Als Ursachen für die "Unverbundenheit" gelten laut ZEW vor allem ein niedriger Bildungsgrad der Eltern sowie instabile Familienverhältnisse. Weiterhin falle es den Jugendlichen schwer, die Normen und Umgangsregeln der Gesellschaft einzuhalten.
Leben die Jugendlichen die ersten 15 Lebensjahre mit den Eltern, ist das Risiko zu scheitern um acht Prozent niedriger, als bei Jugendlichen, die bei nur einem Elternteil aufwachsen. Der Studie zufolge steigt der Anteil der "unverbundenen" Jugendlichen: Betrug sie von 2000 bis 2008 13 Prozent der 17- bis 19-Jährigen, lag sie allein im Zeitraum 2006 bis 2008 bei 17,7 Prozent. dpa
01. Juni 2010
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