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Unglücke: Notruf absetzen und sich nicht selbst gefährden

Hilfe, wenn das Eis bricht

Köln. Nichtausgebildete Helfer sollten einem ins Eis Eingebrochenen zunächst vom Ufer aus helfen. Dazu gehört zuallererst, über den Notruf 112 Hilfe anzufordern, erläutert der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland (ASB) in Köln. Dann sollten dem Verunglückten Bretter, ein umgedrehter Schlitten oder ein Ast zugeworfen oder zugeschoben werden, damit er sich daran herausziehen kann. Nur wenn der Eingebrochene sich nicht selbst retten kann, dürfen sich Laien vorsichtig dem Loch nähern.

Am besten sichert sich der Helfer mit einer umgebundenen Leine und robbt dann bäuchlings über das Eis, um nicht selbst einzubrechen. Ist der Verunglückte dann am Ufer, muss er sofort ins Warme. Herumlaufen sollte er nicht, da er sonst infolge von Herzrhythmusstörungen sterben könnte. Ist jemand ins Eis eingebrochen ist, zählt bei der Rettung jede Sekunde. Schon nach wenigen Minuten lähmt das eiskalte Wasser die Glieder des Eingebrochenen. Außerdem kann es zu einem Herzstillstand durch Unterkühlung kommen, erläutert der ASB.

Um Unfälle zu vermeiden, sollte ein gefrorenes Gewässer erst betreten werden, wenn das Eis trägt. Das ist erst bei einer Eisdicke von 15 Zentimetern der Fall, bei fließenden Gewässern sogar erst ab 20 Zentimetern. Niemals sollte man allein auf das Eis gehen. tmn

15. Dezember 2009

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