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Aschaffenburg. Eine Verhaltenstherapie mit Hunden kann entwicklungsgestörten Kindern helfen, soziale Ängste abzubauen. Das Training stärke das Selbstbewusstsein und Verantwortungsgefühl der Kinder, sagte Viktor Kacic vom Klinikum für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Aschaffenburg. Behandelt würden Kinder, die emotional extrem zurückhaltend sind. "Manche trauen sich nicht einmal, alleine zum Bäcker zu gehen", sagte Kacic.
Das Training mit den Hunden erfolge in einer Gruppentherapie, erklärte Kacic. Die Übungen mit den Tieren sind vor allem erlebnisorientiert. Dafür seien Hunde als soziale Wesen optimal geeignet. "Hunde reagieren eins zu eins auf das Sozialverhalten der Kinder." Der junge Patient lerne so, die Körpersprache zu steuern und seine Impulse zu kontrollieren. Verantwortung zu übernehmen, sei außerdem wichtig für die Entwicklung des Kindes.
Damit die Therapie greift, muss das Kind am besten eine längerfristige Beziehung zu dem Hund aufbauen, sagte der Psychologe. "Weniger als ein halbes Jahr bringt nicht viel." Die tierintegrative Therapie allein führe nicht zum Erfolg - sie könne nur unterstützend zu einer tagesklinischen Betreuung wirken. Der Umgang mit dem Tier fördere dann aber die soziale Reifung. Das Kind lerne, Hemmungen und Ängste abzubauen. dpa
30. September 2008
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