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Spielen: Kinder verstehen ihre Kameraden nicht von selbst

Mitfühlen lernen

Fürth. Kleine Kinder verstehen noch nicht, wenn sie andere durch ihr eigenes Verhalten neidisch oder traurig machen. So kommt es beispielsweise vor, dass ein Kind, wenn es etwas bekommen hat, zu anderen Kindern sagt: "Ätsch, ich habe was, was du nicht hast!" Eltern sollten ihrem Kind dann erklären, wie sich das andere Kind vermutlich fühlt, erläutert die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) in Fürth.

Das Messen der Kinder untereinander gehört zum alltäglichen Miteinander. Erwachsene vermissen in diesen Situationen häufig das Mitfühlen mit den Spielkameraden. Mitfühlen müsse aber erst gelernt werden.

"Das wiederum setzt voraus, dass Kinder schon gelernt haben, von sich selbst zu wissen, was sie fühlen. Erst wenn ein Kind seine eigenen Gefühle kennt, kann es sich in jemand anderen hineinversetzen", erläutert Diplom-Psychologin Karin Jacob.

Eltern können diesen Lernprozess unterstützen, indem sie ihrem Kind immer wieder erklären, wie es anderen vermutlich durch das eigene Verhalten geht. Außerdem sollten sie selbst ein Vorbild sein. "Mitfühlen und soziales Verhalten brauchen Zeit, um gelernt zu werden", sagt Jacob. dpa

13. Mai 2008

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