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Demografie im Wandel

Vital sein und bleiben

"Mitten im Leben" zu stehen, ist keine Frage des Alters, sondern der Vitalität. Deshalb wird sich die Messe, die die Fränkischen Nachrichten gemeinsam mit der Firma Link-Events und der Kurverwaltung am 13. und 14. September im Kurpark Bad Mergentheim veranstalten, an keine besondere Altersgruppe wenden, sondern an alle, die etwas für Körper, Geist und Seele tun wollen.

 

Hospiz-Dienst: Einsatz am Ende des Lebens

"Das Sterben gehört zum Leben dazu"

Von unserem Redaktionsmitglied Arno Boas

Viele schwerkranke Menschen, deren Leben sich dem Ende nähert, können nicht mehr sprechen. Doch sie sehen, hören, fühlen und sie spüren sehr wohl, was um sie herum geschieht. Manchmal reicht da ein Blick, ein liebevoller Händedruck, um ihnen das Gefühl von Geborgenheit, des Angenommen-Werdens zu geben. Meist sind es die Angehörigen, die dem Sterbenden in diesen schweren Stunden zur Seite stehen.

 

Palliativ-Pflege: Ursprung in der Hospizbewegung

Für selbstbestimmtes Leben bis zum Tod

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstellte 1990 eine Definition für ein ganzheitliches Betreuungskonzept zur Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase. "Palliative Care" bedeutet die aktive und umfassende Behandlung, Pflege und Begleitung von Patienten von dem Zeitpunkt an, da ihre Krankheit nicht mehr auf kurative (heilungsorientierte) Behandlung anspricht.

 

Ambulante Hospizdienste: Ehrenamtliche Mitarbeit ist die Basis

Durch Schulung auf Aufgabe vorbereitet

Ambulante Hospizdienste begleiten unheilbar erkrankte und sterbende Menschen sowie deren Angehörige in den letzten Monaten oder Wochen des Lebens. Sie helfen den Angehörigen nach einem Todesfall durch die Zeit der Trauer. Die lebensbejahende Grundeinstellung schließt aktive Sterbehilfe aus.

 

Umgang mit Demenz: Jeder einzelne soll in seiner Persönlichkeit wahrgenommen werden und trotz seiner Krankheit Wertschätzung erfahren

"Die Leute sind dement, nicht doof"

"Meine Mutter ist nicht mehr die, die sie vor zehn Jahren war". Wenn Martin Schuster (Name von der Redaktion geändert) von seiner Mutter berichtet, klingt das ein wenig traurig. Die alte Dame ist dement und manchmal ist das ganz schön anstrengend.

 

Alzheimer Krankheit: Bei steigender Bevölkerungsalterung nimmt diese Form der Demenz um rund 35 000 Erkrankte jährlich zu

"Die Angehörigen sind am meisten belastet"

"Demenz ist ein schleichender Prozess", sagt Dr. Mathias Jähnel, Chefarzt der Psychiatrischen Abteilung am Kreiskrankenhaus Tauberbischofsheim. Differenzierte Patienten nähmen die Symptome selbst wahr, bei anderen seien es die Angehörigen, die bemerkten, dass sich Vater, Mutter oder Großeltern verändert haben.

 

Alzheimer: Mann der Forschung

Krankheit des Vergessens

Alois Alzheimer, 1864 im fränkischen Marktbreit geboren, war Psychiater und Neuropathologe und beschrieb anhand seiner Frankfurter Patientin Auguste Deter als erster die später nach ihm benannte Alzheimer-Krankheit. Er selbst nannte sie "Die Krankheit des Vergessens."

 

Senioren-Wohngemeinschaft: Eine neue Wohnform für ältere, aber noch aktive Menschen ermöglicht Selbstständigkeit in der Gemeinschaft

"Jeder hat hier sein Pöstchen"

Von unserem Redaktionsmitglied Heike v. Brandenstein

Das Licht fällt durch das große Fenster der Küche. Bodentief sind die Fenster und eröffnen einen Blick über den benachbarten Pfarrgarten bis in die Stadt. Die Sonne blinzelt herein, die Tische sind bereits für das Mittagessen gedeckt. Auf dem Herd stehen große Töpfe. Der Duft von Hülsenfrüchten zieht durch den Raum.

 

Umfrage: Gesellschaft für Konsumforschung stellte zu Monatsbeginn fest, dass die meisten Menschen keine Ahnung haben, welche Wohnmöglichkeiten es im Alter für sie gibt

Der Trend geht zu individuellem Wohnen bei guter Betreuung

Rund zwei Drittel der Unter-50-Jährigen wissen wenig über die Wohnformen im Alter. 65,5 Prozent von 1033 befragten Personen, die an einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung teilnahmen, sagten, dass sie die verschiedenen Angebote wie Seniorenheime, Pflegeeinrichtungen oder "Betreutes Wohnen" nicht kennen.

 

Die "jungen Alten": Lothar Boländer aus Hardheim ist mit seinem Check bis ins hohe Alter beweglich und agil geblieben

Großer Ertrag mit geringem Zeitaufwand

Von unserem Redaktionsmitglied Ralf Marker

Man sieht ihm die 78 Jahre nicht an. Wie er da am Tisch sitzt und sich angeregt mit seinem Gast unterhält, da würde man Lothar Boländer um einiges jünger schätzen. Er tut freilich etwas dafür, um auch im Alter fit zu bleiben. Der "1-Minuten-Körper-Check" ist sein Weg, um körperlich und auch geistig beweglich zu bleiben.

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