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Donnerstag, 23.03.2017

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Bilfinger: Personalvorstand Michael Bernhardt zufolge ist der Stellenabbau in der Zentrale abgeschlossen

„Kulturwandel braucht Zeit“

Von unserem Redaktionsmitglied Bettina Eschbacher

220 Mitarbeitern soll das neue Hauptquartier von Bilfinger Platz bieten. Das Bild zeigt, wie es nächstes Jahr aussehen soll.

© Bilfinger

Mannheim. Bilfinger-Personalvorstand Michael Bernhardt ist überzeugt, dass jetzt eine viel bessere Stimmung in der Belegschaft herrscht als noch vor einem halben Jahr - auch in der Zentrale nach Abschluss des Stellenabbaus. Den Umzug in das neue Hauptquartier 2018 sieht er als Signal für den Aufbruch nach der Krise.

Herr Bernhardt, Sie haben den Standort für die neue Zentrale bekanntgegeben. Warum hat die Entscheidung so lange gedauert?

Michael Bernhardt: Wir haben uns früh dazu bekannt, in Mannheim bleiben zu wollen. Es mussten aber ein passender Standort und ein passendes Gebäude gefunden werden. Die neue Zentrale wird repräsentativ und zugleich bescheiden, sie liegt zentral, und wir können den Innenausbau mitgestalten. Es soll offen und kommunikativ sein, die Zusammenarbeit fördern. Mitarbeiter aus allen Abteilungen sind im Planungs-Komitee dabei. Es entsteht etwas für die Zukunft - der Mietvertrag läuft zehn Jahre, und wir haben eine Option auf Verlängerung.

Michael Bernhardt

  • Michael Bernhardt wurde 1967 in Lank-Latum, Nordrhein-Westfalen, geboren.
  • Der Jurist ist seit 2015 Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor bei Bilfinger SE in Mannheim.
  • Zuvor war er in gleicher Funktion im Vorstand von Bayer Material Science AG, Leverkusen.
  • Bernhardt ist verheiratet und hat zwei Töchter. Am Wochenende entspannt er sich beim Rollerbladen und Radfahren oder geht mit dem Hund spazieren.
  • Als Personalvorstand ist Bernhardt zuständig für weltweit 37 000 Mitarbeiter.

Die künftige Zentrale

  • Die sechsgeschossige Zentrale wird in der Oskar-Meixner-Straße 1 im TRIWO-Gewerbepark, dem ehemaligen Vögele-Betriebsareal, gebaut.
  • Bauherr und Vermieter ist die TRIWO Gewerbepark Mannheim GmbH. Die Mietlaufzeit beträgt zehn Jahre und kann verlängert werden.
  • Rund 220 Mitarbeiter sollen bis Sommer 2018 umziehen. 2014 arbeiteten noch rund 400 Menschen in der Zentrale. Seitdem wurden viele Stellen abgebaut oder verlagert.
  • Bilfinger hatte auf dem Lindenhof einen Neubau in Eigenregie geplant und extra ein Grundstück erworben. Als der Konzern in die Krise kam, wurde es wieder verkauft. (be)

Ist der Umzug ein Zeichen für den Neuanfang im Unternehmen, das ja schwierige Zeiten erlebt hat?

Bernhardt: Für uns ist der Umzug eine Chance, uns zu unserer Historie zu bekennen und den Aufbruch zu signalisieren. Wir haben unsere neue Strategie im Februar vorgestellt. Jetzt setzen wir Zeichen, dass hier etwas Neues beginnt. Eines der Kernelemente ist, dass wir Bilfinger enger zusammenbringen, auch in der Zentrale. Das gelingt räumlich in dem neuen Gebäude viel besser.

Umziehen werden Sie mit einer deutlich reduzierten Mannschaft.

Bernhardt: Das feste Ziel sind 220 Stellen, darauf ist das neue Gebäude erst mal ausgerichtet. Gleichzeitig ist es flexibel genug, um auch wieder mehr Mitarbeiter zu fassen.

Sie haben ein Freiwilligenprogramm zum Stellenabbau in der Mannheimer Zentrale aufgelegt. Wie viele haben zugegriffen?

Bernhardt: Vor dem Freiwilligenprogramm hatten wir in der Zentrale rund 280 Mitarbeiter, künftig werden es rund 220 sein. Wir mussten übrigens keine einzige betriebsbedingte Kündigung aussprechen, alles lief auf freiwilliger Basis. Das heißt auch, dass die Mitarbeiter bleiben, die wirklich bleiben wollen. Nachdem das Programm zum Jahresende abgeschlossen wurde, hat sich die Stimmung im Haus deutlich verändert, weil jetzt alles klar ist. Vor dem Verkauf des Building-and-Facility-Geschäfts war unser Unternehmen vom Umsatz her deutlich größer. Deswegen mussten wir uns anpassen.

Sie wollen aber im ganzen Konzern weiter Stellen abbauen und noch mehr sparen. . .

Bernhardt: Da muss man unterscheiden. In der Verwaltung wollen wir vor allem noch Materialkosten senken. Dabei werden wir mehr bündeln. Wenn Sie zum Beispiel für ganz Bilfinger Dienstwagen kaufen, haben Sie eine andere Verhandlungsbasis, als wenn jede kleine Einheit für sich separat einkauft. Da liegt einiges Potenzial für uns. Aber es gibt auch Gesellschaften etwa im Bereich Kraftwerksbau, da fehlt durch die Energiewende leider der Markt. Dort werden wir weiter gezielt umstrukturieren müssen.

Vorstandschef Tom Blades hat im vergangenen Jahr vier Millionen Euro verdient. Wie vermitteln Sie in Zeiten des Sparens diese Zahl?

Bernhardt: Bei Wechseln innerhalb eines Jahres stecken Gehaltskomponenten beider Arbeitgeber drin. Und grundsätzlich ist die Vergütung von Vorständen Angelegenheit des Aufsichtsrats.

Wie ist die Aufstockung der Anteile von Großaktionär Cevian auf fast 30 Prozent zu beurteilen?

Bernhardt: Der jüngste Anstieg des Aktienanteils hat unter anderem technische Gründe. Wir hatten angekündigt, eigene Aktien einzuziehen - und haben dies jetzt gemacht. Dadurch haben sich die Zahl an Bilfinger-Aktien verringert und die prozentualen Anteile von Cevian am Unternehmen rechnerisch erhöht.

Bilfinger soll sich von einem Konzern mit vielen Einheiten zu einem Ganzen wandeln. Wie geht das?

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