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Landmaschinen: Erste Lichtblicke nach dreijähriger Nachfrageflaute / Beschäftigung stabil

John Deere in Lauerstellung

Von unserem Redaktionsmitglied Michael Roth

Mannheim. Wenn die Nachfrage nach Traktoren wieder anzieht, dann will der Traktorenhersteller John Deere, der in Mannheim jährlich rund 25 000 Traktoren produziert, gewappnet sein. Und es gibt bereits erste Anzeichen dafür, dass die Branche langsam aus ihrem seit drei Jahren andauernden Tief kommt.

"Die Preise für Getreide und Milchprodukte haben sich zwar leicht erholt, dennoch liegen sie noch deutlich unter dem Niveau von 2014", sagte Marktwart von Pentz, Europachef von John Deere mit Sitz in Mannheim, laut einer Unternehmensmitteilung. Üblicherweise investieren Landwirte in neue Traktoren, wenn die Preise für Getreide, Milch und Fleisch hoch sind. Dann verdienen sie in aller Regel auch gut und neigen auch zu Neuanschaffungen.

Allerdings halten sich die europäischen Landwirte noch beim Traktorenkauf zurück, sagt Pentz. Eine leichte Marktbelebung sei in Südamerika, Russland und dessen Nachbarstaaten sowie in Indien zu beobachten. Das bringt dem Mannheimer Werk wenig. Denn gut 60 Prozent der hiesigen Produktion gehen auf europäische Märkte. Ein gutes Drittel wird in die USA und nach Australien geliefert. Vor allem in den Vereinigten Staaten laufen die Geschäfte sehr gut. Aus Mannheim werden kleine und mittelgroße Traktoren in die USA exportiert. Der gegenüber dem Dollar schwache Euro hilft zusätzlich.

Weit weg vom Durchschnitt

Und so blieb die Produktion in Mannheim im vergangenen Jahr unverändert, obwohl der deutsche Traktorenmarkt um mehr als zehn Prozent eingebrochen war. Im langjährigen Durchschnitt werden in Mannheim rund 35 000 Traktoren im Jahr gebaut, der Rekord liegt bei 45 000. Für das gerade begonnen Jahr kündigte Pentz an, "an der Verbesserung der Margen zu arbeiten". Dabei geht es nach Angaben eines Unternehmenssprechers, darum höhere Preise zu realisieren. Zwar werde nach wie vor profitabel gewirtschaftet, doch auch die Kosten sollen sinken.

Am Personalbestand werde sich nicht viel ändern. Vereinzelt können befristete Verträge auslaufen oder Mitarbeiter nutzten Altersteilzeitprogramme. Daraus erklärt sich auch der leichte Rückgang der Mitarbeiterzahlen um 1,4 Prozent auf 3125 in Mannheim im vergangenen Jahr. Das Unternehmen sei "in Lauerstellung, wir warten auf den nächsten Aufschwung", so der Sprecher.

"Gleichzeitig investieren wir kräftig in Forschung und Entwicklung, um gestärkt aus dem Abwärtszyklus herauszukommen", kündigte Pentz an. Gearbeitet werde an der Leistung der Traktoren, einer höheren Zuladung und Zugkraft, vor allem aber an der Elektronik, insbesondere der GPS-Technik. "An der langfristigen Perspektive, dass Landwirtschaft Zukunft hat, ändert sich nichts - denn die Weltbevölkerung wächst kontinuierlich weiter", bleibt Pentz zuversichtlich.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 18.02.2017
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