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Crossover: David Garrett spielt „Rock Anthems“ in Frankfurt

Klassiker in edlem Gewand

Archiv-Artikel vom Mittwoch, den 21.11.2012

Von unserem Redaktionsmitglied Harald Fingerhut

"Schön war's". Diesem Statement einer Mitt-Fünfzigerin beim Verlassen der Frankfurter Festhalle ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Zuvor hatte Stargeiger David Garrett unter dem Titel "Rock Anthems" zwei Stunden die Ohren der Zuhörer im ausverkauften Haus mit Klassikern in edlem Gewand umschmeichelt.

David Garrett ist ein regelrechte Charmebolzen. Viele der etwas älteren Damen im Auditorium würden ihn sicherlich gern als Schwiegersohn sehen. Frauen jüngeren Alters schmelzen schon bei seinem Anblick dahin. Doch an diesem Abend ging es ja in erster Linie um Musik, Crossover um genau zu sein, also das Verschmelzen von Klassik und Rock.

Genau so sympathisch, wie der Geigenvirtuose rüberkommt, geht er auch an die Adaption der Songs. Der Ansatz ist klassisch, geprägt von der Ausbildung in der E-Musik. Zu allererst muss das Timing stimmen, müssen die Songs blitzsauber klingen. Der gute Ton steht im Mittelpunkt. Das klappt bei den Rocksongs mal besser ("Viva la vida", "Music") und mal schlechter ("Welcome to the Jungle", "Kashmir"). Wagnisse geht er bei den Bearbeitungen nur selten ein. Einzige Ausnahme bildet da "Desperado" von den "Eagles", das er jazzig kredenzt. Garrett rast nicht rastlos zwischen den Musikwelten hin und her, eher schwebt er über ihnen. Das Ergebnis ist stets gefällig, nie aneckend oder aufwühlend, aber passend zu seinen Adaptionen klassischer Stücke.

Die Band, vor der Pause bloßer Stichwortgeber des Maestro, darf gegen Ende der Show zur Freude der Rocker-Herzen ein wenig die Sau rauslassen, und so kommen "Highway to Hell"(ohne Garrett), "Smells Like Teen Spirit" und "We will rock you" auch kernig aus den Boxen.

Die ergreifendsten Momente des Abends liefern, wie kann es anders sein, die Balladen, etwa "Stop Crying Your Heart Out" von "Oasis", das er mit einer Zuschauerin auf einem Sofa sitzend, sozusagen als Hausmusik, spielt. Am berührendsten aber ist "Let it be" als emotionaler Schlusspunkt, der noch lange nachhallt. Zum Weinen schön.

© Fränkische Nachrichten, Mittwoch, 21.11.2012
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