Kommentar

Aufwind für die Lage

Roger Scholl zu Entwicklungen auf der Breiten Straße

Alles schien zu stagnieren, eine schlechte Nachricht jagte die andere - und jetzt bewegt sich doch einiges in eine Richtung, die Hoffnung aufkeimen lässt: Die Breite Straße macht einmal mehr von sich reden, nach der bekannt gewordenen Umwandlung des Mömax-Baus zum K 1 Karree erneut mit guten Nachrichten. Dass die vom Umzug von Woolworth - und damit vom Ende des für die Handelsszene dort gefährlichen Leerstands - ein positives Signal ist, steht außer Zweifel. Ja mehr noch, sollte der alte Flachbau an der Ecke zu U 1 tatsächlich Platz machen für einen Neubau, verschwindet damit ein wenig attraktiver Fleck auf der Handelslandkarte der Lage.

An dem künftigen Besatz im Decathlon-Haus, also im EG und ersten OG Handel, darüber und darunter andere Nutzungen, erkennt man, was möglich ist an einem solchen Standort. Die Investoren am alten Woolworth-Eck werden daher, so bleibt zu hoffen, keine allzu ehrgeizigen Handelspläne schmieden und stattdessen ebenfalls auf Mischnutzungen setzen. Warum also keine Wohnungen in den oberen Etagen? Sie bringen jedenfalls Leben in die Straße - und Frequenz in die Läden. Beides hat die Breite Straße auch nötig.