TSG Hoffenheim

Fußball Trainer Nagelsmann bedankt sich vor Saisonabschluss gegen Augsburg bei seinen Profis

Bereit fürs finale Nervenspiel

Zuzenhausen.Julian Nagelsmann ist total fokussiert auf den letzten Akt dieser Bundesliga-Saison, auf das heutige Fernduell mit Dortmund um die direkte Qualifikation für die Königsklasse. Doch schon vor dem finalen Nervenspiel war es dem Trainer der TSG Hoffenheim wichtig, sich bei seinen Spielern für eine grandiose Runde zu bedanken. "Sie haben sehr viel für meine Karriere getan - der Erfolg ist nicht allein auf meinen Mist gewachsen. Die Profis haben großen Anteil, auch die Jungs, die nicht mehr hier sind - wie Eduardo Vargas, Jin-Su Kim oder Tobias Strobl", lobte Nagelsmann. "Ich bin sehr stolz auf unsere Bilanz und stolz auf mein Team."

Und das macht auf ihn im Training noch immer einen "sehr frischen" Eindruck. Keine Frage, die TSG brennt darauf, sich im Duell mit Augsburg von ihrer besten Seite zu zeigen und ohne Heimniederlage in die Sommerpause zu gehen. Ob dann als Belohnung noch Platz drei herausspringt, wird sich zeigen. Der BVB, der zeitgleich Bremen empfängt, hat vier Treffer Vorsprung und auch den direkten Vergleich in der Tasche. "Wir wollen unsere Hausaufgaben machen und drei Punkte holen, dann schauen wir mal nach Dortmund. Die Tordifferenz wird vor der Partie in unseren Überlegungen keine Rolle spielen, das könnte sich aber im Lauf des Spiels ändern, wenn sich die Situation ergibt", erklärte Nagelsmann.

Gefeiert wird die beste Saison der Vereinsgeschichte so oder so. Doch Nagelsmann sieht trotzdem Luft nach oben: "Fakt ist, wir hätten eine noch bessere Runde spielen können. Vor allem in der Vorrunde waren wir in vielen Duellen überlegen, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Wir sollten einige Punkte mehr auf dem Konto haben." Schlüsselmomente waren für ihn das 4:4 in Mainz und der anschließende dominante Sieg gegen Schalke. "Ohne diese Spiele würden wir wahrscheinlich irgendwo im Mittelfeld stehen, aber nicht so weit oben", unterstrich der TSG-Coach, der am Samstag etwa gegen 17.20 Uhr Planungssicherheit haben wird. Dann steht fest, ob Hoffenheim am 15./16. und 22./23. August in die Play-offs zur Königsklasse muss - oder sich doch noch direkt qualifiziert hat.

Sicher ist unabhängig von den Spekulationen um Serge Gnabry (Bremen), Dortmunds Matthias Ginter oder neuerdings Aytac Sulu (Darmstadt) bereits, dass der ausgeliehene Innenverteidiger Kevin Akpoguma nach seinem Halswirbelbruch von Zweitligist Düsseldorf zurückkehren und seine Reha absolvieren wird. Philipp Ochs, der derzeit die U-20-WM in Südkorea spielt, ist ein Kandidat für eine Ausleihe. Abwehrmann Fabian Schär würde Nagelsmann keine Steine in den Weg legen. Zudem sucht der Club neben Florian Grillitsch einen weiteren Sechser. Und was gönnt sich Nagelsmann selbst nach dem Saisonfinale? "Dass wir international spielen, ist schon Belohnung genug. Ein paar Tage nix machen, schadet mir aber bestimmt nicht."