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Statistik: Im vergangenen Jahr wurden im Main-Tauber-Kreis sieben Kinder adoptiert / Landesweit waren es nur 609

Liste der bereitwilligen Paare ist lang

Archiv-Artikel vom Freitag, den 07.10.2011

Main-Tauber-Kreis. Einen Jungen oder ein Mädchen an Kindes statt annehmen: Im Main-Tauber-Kreis wurden im Jahr 2010 insgesamt sieben Adoptionen registriert, vier mehr als ein Jahr zuvor. Das geht aus Zahlen des Statistischen Landesamtes in Stuttgart hervor.

In ganz Baden-Württemberg waren es vergangenes Jahr 609 Kinder und Jugendliche, die adoptiert wurden - so wenige wie noch nie seit Einführung dieser Statistik im Jahr 1991. Damals waren es noch 1005 Fälle gewesen.

Gründe für die seit Jahren sinkenden Adoptionszahlen gibt es einige. Zum einen dürfte der allgemeine Geburtenrückgang eine Rolle spielen, denn wenn weniger Kinder geboren werden, sinkt auch die Zahl der zur Adoption freigegebenen Babys.

Ein weiterer Grund kann sein, dass in Problemfällen den werdenden Müttern von den Jugendämtern verstärkt zur Pflegefamilie geraten wird. Und der Rückgang bei den Stiefelternadoptionen geht wohl auch auf die Kindschaftsrechtsreform zurück, denn durch die rechtliche Gleichstellung ehelicher und nicht ehelicher Kinder ist eine Adoption nicht mehr zwingend erforderlich.

Im Main-Tauber-Kreis ist die Zahl der Adoptionen vergangenes Jahr dagegen leicht gestiegen. Fünf Buben und zwei Mädchen wurden hier adoptiert, vier Kinder mehr als ein Jahr zuvor.

Nur beim kleineren Teil der Fälle handelt es sich tatsächlich um Babys, die von der Mutter zur Adoption freigegeben werden. Knapp zwei Drittel der Kinder in Baden-Württemberg wurden 2010 von ihren bisherigen Stiefeltern adoptiert, für sie bleibt somit alles beim Alten. Einige andere wurden von Verwandten - etwa infolge von Unglücksfällen in der Familie - angenommen. Rund ein Drittel aller Fälle waren schließlich klassische Fremdadoptionen.

Auf Kreisebene werden aus Datenschutzgründen keine Daten zu den Verwandtschaftsverhältnissen veröffentlicht. Allgemein sah es im Main-Tauber-Kreis in den vergangenen Jahren folgendermaßen aus: 1995 registrierten die Statistiker hier zehn Adoptionen, fünf Jahre später dann elf Fälle. 2005 gab es fünf Adoptionen. Ein Jahr später kletterte die Zahl auf sieben. Bis Ende 2007 erfolgten dann sechs Adoptionen. Im Folgejahr erhöhte sich die Zahl auf elf adoptierte Kinder und Jugendliche. 2009 waren es dann nur drei Adoptionen. Und von Januar bis Dezember 2010 waren es nun sieben adoptierte Kinder und Jugendliche.

Fast 60 Prozent der landesweit adoptierten Kinder und Jugendlichen waren deutsche Staatsbürger. Die ausländischen Adoptivkinder in Baden-Württemberg stammten in der Mehrzahl aus europäischen Ländern (108 Kinder), darunter die meisten (40 Kinder) aus Ländern der Russischen Föderation. Ein Fünftel der Kinder kam aus Asien und weitere 16 Prozent stammten aus Nord- und Südamerika, darunter 20 Kinder aus Kolumbien. Insgesamt wurde knapp die Hälfte der ausländischen Kinder aus Anlass der Adoption nach Baden-Württemberg geholt.

Die Hürden für Adoptiveltern sind hoch, denn die Vermittlungsstellen prüfen die Bewerber monatelang auf Herz und Nieren: das Alter der möglichen Eltern, ihr Charakter, ihre Wohn- und Vermögensverhältnisse, die gesellschaftliche Stellung und die Erziehungsfähigkeit müssen den Bedürfnissen des Kindes gerecht werden. Ob es dann tatsächlich "passt", wird meist in einer der Adoption vorgeschalteten "Adoptionspflege" geprüft.

Erfüllter Kinderwunsch durch Adoption? Die Bewerberlisten sind lang. Derzeit kommen in Baden-Württemberg auf ein zur Adoption vorgemerktes Kind noch zehn mögliche Elternpaare. Ein Jahr zuvor waren es 15 und zwei Jahre zuvor gar noch 27 Elternpaare gewesen. Bis Ende 2010 waren landesweit 33 Mädchen und 42 Jungen zur Adoption vorgemerkt. Bei den Adoptionsvermittlungsstellen lagen hingegen 777 Bewerbungen von Paaren vor, die gerne ein Kind adoptieren möchten, 25 davon im Main-Tauber-Kreis. zs/sus

© Fränkische Nachrichten, Freitag, 07.10.2011
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