Höpfingen.
Im "Mehrfach-Festjahr" 2011 war die Gemeinde Höpfingen wie kaum jemals zuvor in hohem Maße gefordert. Der Heimatverein erweiterte diesen geschichtsträchtigen Festlesreigen um zwei Top-Ereignisse: mit dem Theater "Mer reide drüber" im Mai und als Mitgestalter des "Seinerzeitfestes". Er konservierte nicht nur Geschichte, sondern stellte sie auch eindrucksvoll dar, was die Jahresberichte in der Mitgliederversammlung im Gasthaus "Engel" aufschlussreich zeigten. Die Wahlen bestätigten im Wesentlichen die bisherigen Amtsinhaber.
Der Vorsitzende des Heimatvereins, Adalbert Hauck, eröffnete die Mitgliederversammlung mit Grußworten und skizzierte alle wesentlichen Aktivitäten, die später von den Funktionsträgern ergänzt wurden.
Mit seiner Feststellung: "Wir haben in Höpfingen Zeichen gesetzt, die noch Jahre hinaus leuchten werden", brachte er die Jahresleistungen aller Höpfinger Vereine auf den Punkt. Der Dank des Vorsitzenden galt allen Ideengebern, Akteuren und Helfern für das "unvergessliche Erlebnis 2011" mit einer Vielfalt von Höhepunkten, worauf er namens des Heimatvereins mehr als stolz sei, so vor allem auf alle Vorstandsmitglieder mit Beirat und den Mitgliedern der Spinnstube.
Detailliert informierte Schriftführerin Helga Wagner über das Jahr 2011. Für Furore sorgte das auf historischen Tatsachen basierende Theaterstück "Mer reide drüber". Auch Restaurierungsarbeiten der Bildstöcke und die Restaurierung der alten Gültbücher der Gemeinde zählten zu den wesentlichen Aufgaben, die vor allem dank Spenden und Zuwendungen privater Sponsoren ermöglicht waren.
Beim "Seinerzeitfest", einfallsreich und kreativ vom Vorbereitungsteam gestaltet und vom Vorstandsduo mit Ideen und Taten unterstützt, war wiederum ganz Höpfingen auf den Beinen, als die Gemeinde in allen Straßen, Gassen und Höfen ein Heer von Gästen mit Getränken und Speisen verwöhnte. Dabei galt dem fulminanten Hochzeitszug (von der Spinntube organisiert) mit dem "Pfeffersingen" (vom Singkreis gestaltet) der ungeteilte Applaus des Publikums auf dem dicht gefüllten Museumsplatz.
Beifall fanden der Jahresausflug, etliche Aktionstage unter Leitung von Brigitte Liebler sowie die Museumsbesuche unter Führung von Leo Hauk, Adalbert Hauck und Edeltrud Hauck.
In sieben Wanderungen führte Wanderwartin Birgid Ott sachkundig zu näheren oder weiteren Sehenswürdigkeiten. Künftige Wanderziele sind: der Dolinenweg in Hettingen, die Eröffnung des Flugplatzwanderweges, Kerwewanderung zu den Kalköfen, Vernissage in Bronnbach zum Thema Thomas Buscher und Besuch der "Gotthardsruine" in Amorbach.
Marie Böhrer berichtete über die Aktivitäten der Spinnstubenfrauen (vom Führungsduo Marie Böhrer und Edeltrud Hauck geführt). Dazu gehörten Klöppeln, Sticken, Häkeln im Gottersdorfer Freilandmuseum, ein Jahresausflug sowie weitere Unternehmungen, gesellige Zusammenkünfte, Arbeitseinsätze, Vorstandssitzungen, Museumsbesuche, Geburtstagsfeiern, Neujahrsumtrunk und der Empfang von Gästen. Marie Böhrer dankte besonders Edeltrud Hauck und Birgid Ott für die gute Zusammenarbeit.
Kassenführer Helmut Gerig berichtete über ein Geschäftsjahr, das große Finanzbewegungen brachte. Der Verein zählt 340 Mitgliedern. Thomas Kuhn, der mit Günter Nohe die Buchführung überprüft hatte, bestätigte dem Kassenwart eine tadellose Kassenführung. Auf Antrag von Thomas Kuhn wurde der Vorstand einstimmig entlastet.
Bürgermeister Ehrenfried Scheuermann war es eine Herzensangelegenheit, dem kreativen Verein mit seinen mannigfaltigen Helfern auf breiter Front zu danken: "Was Ihr abgeliefert und geleistet habt, entspricht der idealen Vorstellung der Gründerväter des Vereins vor fast 47 Jahren." Scheuermann sprach von einem "harmonischen Miteinander der gesamten gemeindlichen Bürgerschaft". Anschließend stellte er den für den 28. April geplanten Jahresausflug nach Mannheim, Heidelberg und Hirschhorn vor.
Als nächste Aktionen plant der Heimatverein Höpfingen: Realisierung des Flugplatz-Wanderwegs in Zusammenarbeit mit dem Gemeindeverwaltungsverband, schrittweise Umsetzung des "Seinerzeit-Wegs" durch das Dorf und als besondere Attraktion die Wiederaufstellung des "Veltens-Kreuzes" nach der Restaurierung. Außerdem sind wichtige Instandsetzungen am und im Museum und auch neue Aktionstage im Museum vorgesehen. Helmut Neumaier (Osterburken) referiert über "Warum wird Höpfi Horde net losch und umgekehrt?" am 29. März.
Mit dem Dank an alle Aktivposten und der Hoffnung auf ein weiterhin gutes Jahr beschloss Adalbert Hauck die Mitgliederversammlung. (ck)
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