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Reise

Fernsicht für Feinschmecker

Winterwandern liegt im Trend - zahlreiche Urlauber sind im Schnee zu Fuß unterwegs und genießen Landschaft wie Natur und gute Küche im Schwarzwald.

Von Petra S. Hardt

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Kaltes Wetter, kurze Tage und wenig Sonne - Winterwandern hilft gegen Winterdepression. Und wer hätte gedacht, dass dabei pro Kilometer beinahe ebenso viele Kalorien verbraucht werden wie beim Joggen? Bereits seit Jahren finden Urlauber in Baiersbronn im nördlichen Schwarzwald ihren "Wanderhimmel". Von Frühling bis Herbst lockt ein Wegenetz von 550 Kilometern zwischen 460 und 1150 Höhenmeter, und seit letztjährigem Winter gibt es ein Pendant in der kalten Jahreszeit: den Baiersbronner Winterwanderhimmel.

 

Still ruht das Tal im Schnee

Die Wildschönau präsentiert sich zwar sehr schön, wie der Name schon sagt, aber eigentlich gar nicht wild. Sanfte Hügel und ruhige Pisten kennzeichnen diese Ecke Tirols.

Von Axel Scheibe

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Die WildschIn den Bergen mit 1000 PS - eine Vorstellung, die Gästen eher fremd erscheint. Schließlich ist das Bergdorf Thierbach das idyllischste Fleckchen in der an sich schon reichlich ruhigen und idyllischen Wildschönau. Conrad Gruber, seines Zeichens Motortuner, ist diese Irritationen gewohnt. Für ihn sind sie ebenso alltäglich, wie für die Bergbauern die regelmäßigen Begegnungen mit heißen Sportwagen. önau

 

Tollkühn auf fliegenden Kisten

Bei Hamburg-Blankenese geht es im Winter eindeutig bergab. Und es ist unbedingt von Vorteil, sich nahe der Elbe mit etwas seemännischem Wortschatz vertraut zu machen.

Von Adrienne Friedlaender

Die Morgensonne spiegelt sich auf der Eisfläche am Steilhang. Über die kahlen Laubbäume reicht der Blick hinunter zur Elbe. Vor dem Eingang zum Schinckels Park in Blankenese stapeln sich holzkistenartige Gefährte. Meterlange dünne astlose Baumstämme liegen herum. Dazwischen laufen geschäftig ein Dutzend Männer und Frauen umher. Sie wischen Sitzflächen trocken, prüfen die Zugbänder an den Kisten und positionieren die eigenartigen Stämme.

 

Der wilde, wilde Westen

Hollywood hat das Monument Valley ganz groß in Szene gesetzt. Die spektakulären Felsformationen locken bis heute Touristen aus aller Welt in das Land der Navajo-Indianer.

Von Bernhard Zinke

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In ihrer Stammessprache kennen die Navajos keinen Begriff für das Wort "Abschied". Wer einmal in ihrem Hoheitsgebiet im Süden des US-Bundesstaates Utah war, kann nachvollziehen, warum das so ist. Die Landschaft ist derart atemberaubend, dass sich der Besucher nur schwer vom Anblick der sandsteinernen Monumente losreißen kann. Wer einmal hier war, will wiederkommen.

 

"Frage nach dem Paradies"

Comrat im Süden Moldawiens nennt sich Hauptstadt der autonomen Republik Gagausien. Daran grenzt die Nistrische Moldawische Republik, die aber keiner anerkennt.

Von Robert B. Fishman

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Leicht nach vorn gebeugt und mit einer Aktenmappe unter dem Arm trotzt er seit Jahrzehnten Hitze, Kälte und allen politischen Richtungswechseln. In seinem fleckig gewordenen Mantel und mit der Schiebermütze auf dem Kopf schaut Genosse Lenin ganz entspannt auf die Hauptstraße von Comrat. Dass statt der sowjetischen nun am klotzigen Regierungssitz hinter ihm die moldawische Trikolore und die blau-weiß-rote Flagge der autonomen Republik Gagausien weht, stört ihn ebenso wenig wie die restaurierte orthodoxe Kirche gegenüber, in der das Vaterunser in großen, blutroten russischen Buchstaben an der Wand hängt.

 

Das etwas andere New York

Während sich die meisten Reisenden zunächst einmal nach Manhattan orientieren, herrscht auf der anderen Seite des East River trendige Ursprünglichkeit.

Von Stefanie Ball

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Wer nach Brooklyn will, und das wollen eigentlich alle New-York-Touristen, der nimmt, natürlich, die Brooklyn Bridge. Es gibt aber noch eine zweite Überquerung des East River, die in den New Yorker Stadtbezirk führt, und das ist die Williamsburg Bridge ein Stück weiter nördlich. Sie spannt sich hoch über den Fluss, ist Autostraße, U-Bahnstrecke, Fahrrad- und Fußgängerüberweg zugleich. An ihrem Ende liegt -wie der Name der Brücke schon sagt - Williamsburg, ein Stadtteil von Brooklyn. Er ist einer der zurzeit angesagtesten Flecken in der City.

 

Sonne, Sand und Palmen

Während in Europa Winter herrscht, feiern Südafrikaner Weihnachten gern in Kapstadt zur sommerlichen Hochsaison bei Sonne am Strand.

Von Manfred Loimeier

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Silly Season, die Saison der Verrückten, nennen die einheimischen Kapstädter die Zeit, wenn um Weihnachten und Neujahr herum die Sommerferien in der Kap-Republik zu steigenden Urlauberzahlen und unwiderruflicher Partylaune in der Stadt am Tafelberg führen. Kommen dann noch die Touristen aus Europa hinzu, ist schon mal der Mietwagenmarkt leer gefegt - und das trotz höherer Pkw-Kapazitäten seit der Fußball-WM 2010. Aber was soll's - die Kapstädter sind bekannt für eine entspannte Lebenseinstellung, und wem der Trubel in der Stadt zuviel wird, der verreist selbst und vermietet seine Wohnung für möglichst nicht zu wenig Geld an Urlauber.

 

Ein Wintermärchen

Seefeld in Tirol gilt als Mekka der Langläufer vor der Kulisse von Seekirchl und Karwendel. Doch der Alpenort hat mehr zu bieten.

Von Kornelia Stinn

Markus Tschoner schwärmt von den Gipfeln, den Loipen und überhaupt von Seefeld in Tirol, und lächelnd zeigt der Tourismusdirektor in die von den Alpen umkränzte Landschaft. Endlos scheinen die Langlaufloipen, und manche der Abfahrten, wie die auf dem Geigenbühel, sind besonders familienfreundlich.

 

Schluchten, Klippen, Buchten

Die Marquesas-Inseln mit Nuku Hiva präsentieren sich als wildromantisches Südseeparadies.

Von Axel Pinck

Abendessen im Restaurant Hinako Nui an der Nordküste. Dort wird traditionell gekocht, Schwein aus dem marquesischen Erdofen Umu, in Limonen marinierter roher Tunfisch mit Kokosmilch, Ziegenragout in Curry, Kochbananen, dazu Kaku, einen Brei aus gerösteten und gestampften Brotfrüchten, gegrillte Langusten zu frischen Mangos, Ananas, Kokosnuss und Sternfrüchte.

 

In der Kühle der stillen Nacht

Am Vortag des Heiligen Abend feiert die mexikanische Stadt Oaxaca das Fest der Radieschen - Hauptsache, die aus dem Gemüse geschnitzten Figuren tragen die Farbe Rot.

Von Ortrun Egelkraut

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Die Sonne strahlt verheißungsvoll vom stahlblauen Himmel, doch früh am Morgen im Dezember ist es noch eisig kalt. Auf einem großen Feld am Rand des Flughafens von Oaxaca sind zwei Dutzend Familien an der Arbeit, jede auf ihrer Parzelle. Sie stechen übergroße Radieschen und verwachsene Rettiche mit roter Haut aus der Erde.


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