Leserbrief

Leserbrief Zur Entscheidung über die Osttrasse in Königshofen, FN 22. Februar

Die Stadträte verstecken sich hinter dem Gutachten

So kann und darf Demokratie nicht funktionieren. Die überwältigende Mehrheit des Gemeinderates sieht offensichtlich die Westtrasse mit der Anbindung der B 292 als die beste Lösung der Umfahrung Königshofens und ist damit einig mit den allermeisten Bürgern Königshofens. Jetzt versteckt sich der Gemeinderat gegen die eigene Überzeugung hinter einem zumindest in Teilen umstrittenen Gutachten und stimmt für die Osttrasse, weil sie angeblich die einzige genehmigungsfähige Lösung des Problems ist und nur so im Bundesverkehrswegeplan, der von einer weisungsgebundenen Behörde erstellt wurde,berücksichtigt wird. Das ist ein für mein Demokratieverständnis höchst bedenkliches Vorgehen.

Die Macht des Staates geht vom Bürger und seinen gewählten Vertretern aus. Hier bestimmt aber anscheinlich die exekutive Gewalt den Weg des Geschehens und suggeriert die Meinung, nur die Osttrasse sei zeitnah machbar und genehmigungsfähig. Mündige Bürger und Gemeinderäte kämpfen für ihre Überzeugung und lehnen "zweitbeste" Lösungen ab. Mit Hilfe der gewählten Vertreter im Bundes-und Landtag müsste es möglich sein, die "beste" Lösung durchzusetzen und zu erreichen,dass sie in den Bundesverkehrswegeplan auch gegen unterzuordnete Interessen eines Gutachtens,aufgenommen wird.