Fußball

Landesliga VfR Gommersdorf kann heute Abend in Sachen Meisterschaft alles klar machen / TSV Höpfingen will am Samstag beim Namensvetter Platz 2 verteidigen

Elektrisierendes Kräftemessen in Oberwittstadt

Der 28. Spieltag der Landesliga Odenwald steht im Zeichen der zu erwartenden vorzeitigen Entscheidung in Sachen Meisterschaft. Zudem kommt es zu wegweisenden Verfolgerduellen im oberen und unteren Tabellenfeld, wobei am Hinspieltag Mitte Oktober der FV Mosbach gegen den VfR Uissigheim den einstigen Heimsieg des Tages verbuchte. So ist es nicht verwunderlich, dass jetzt die Heimteams favorisiert sind, sieht man vom Aufsteigerduell Erfeld/Gerichtstetten gegen Neunkirchen ab. Kein schlechter Zeitpunkt für eine Meisterschaftsfeier mit langem Wochenende ist heute Abend, denn kurzfristig wurde die Partie des VfR Gommersdorf gegen den TSV Buchen verlegt und beginnt heute um 19.30 Uhr.

So kann der VfR Gommersdorf völlig entspannt und dennoch hochmotiviert im Heimspiel gegen den TSV Buchen sein Meisterstück abliefern. Mit einem Dreier sind die Jagsttäler auch rechnerisch nicht mehr einzuholen und können die Landesliga-Meisterschaft und den direkten Wiederaufstieg in die Verbandsliga feiern. Selbst wenn sie gegen Buchen nur einen Punkt holen und alle restlichen Spiele klar verlieren, müsste Höpfingen aufgrund der überragenden Tordifferenz des Spitzenreiters einen Kantersieg nach dem anderen landen. Doch alles spricht dafür, dass die Mannschaft um die Trainer Torben Köpfle und Tobias Scheifler sogar die komplette Runde ohne Niederlage abschließen wird. Nach Pressesprecher Eugen Bartl und Trainer Köpfle müssen jetzt doch einige angeschlagene VfR-Spieler medizinische Hilfe in Anspruch nehmen: "Bei VfR-Spielführer Markus Gärtner wird es zu einem Einsatz gegen Buchen nicht reichen, Tobi Scheifler ist für einen Teilzeitversuch nicht bereit. Jan Conrad muss sich noch etwas in Geduld üben." Nach VfR-Teammanager wird die Mannschaft alles dafür geben, dennoch in Sachen Meisterschaft den Sack endgültig zuzumachen. Der TSV Buchen will mit dem wieder einsetzbaren Spielmacher Markus Gramlich den drohenden Abstieg noch abwenden; die Elf von Trainer Michael Wolf wird alles geben, damit der Gastgeber nach dieser Partie noch nicht die Sektkorken knallen lassen kann.

Am Samstag kommt es zu einem Kräftemessen mit drei Aspiranten auf den Aufstiegsrelegationsplatz. Beim TSV Oberwittstadt will der TSV Höpfingen die Chancen auf die Relegation um den Verbandsliga-Aufstieg nicht verspielen. Höpfingens Trainer Tobias Ippendorf, der dem Verein für mindestens eine weitere Saison zugesagt hat, zeigt Respekt vor dem Gastgeber, der im Hinspiel sogar in Höpfingen mit 2:1 Toren die Oberhand behielt: "Sie spielen eine gute Rückrunde, und ihre Ergebnisse können sich sehen lassen. Wir wollen allerdings ihren Lauf genauso beenden wie zuletzt den der Uissigheimer." Im Hinspiel war auf das Defensiv-Bollwerk der "Wittschter" Verlass, und selbst einen Elfmeter münzte Bundschuh nicht in eine Führung für die Gäste um. In den jüngsten drei Spielzeiten, in denen beide Teams in der Landesliga kickten, reichte es für den Gastgeber daheim nur zu zwei Unentschieden und einer Niederlage.

Im zweiten Samstagspiel will der VfR Uissigheim gegen den FV Mosbach das mit 0:2 Toren verlorene Hinspiel drehen und zum siebten Mal in Folge daheim ungeschlagen bleiben. In schöner Regelmäßigkeit lassen die Mosbacher in den vergangenen Wochen daheim nichts anbrennen, um dann auswärts zu "braven" Punktelieferanten zu werden. Ob sich die Elf von Trainer Andreas Krüger diesmal eines Besseren besinnt? Auch wenn der Relegationsplatz zwei schon satte 12 Punkte entfernt ist, kann sich der VfR Uissigheim als Tabellensiebter in dieser sehr erfreulich verlaufenden Runde noch um ein, zwei Plätze nach oben verbessern.

Das 1:1-Hinspiel zwischen dem FC Lohrbach und dem SV Nassig war eines der drei Unentschieden in den letzten fünf Direktvergleichen beider Teams, die nur jeweils einmal ihr Heimspiel siegreich gestalteten. Auch im Rückspiel beim SV Nassig steht in Sachen Klassenerhalt so viel auf dem Spiel, dass keine Mannschaft ins offene Messer laufen will. Ob die Sechs-Punkte-Partie trotz weniger Tore umso spannender verläuft, muss sich zeigen. Beide Teams verloren drei ihrer letzten fünf Spiele, doch der Heimvorteil spricht für die Mannschaft von Alex Kaiser.

Es war ein "Messespiel in der Fremde", das der SV Königshofen wenige Kilometer tauberabwärts beim TSV Tauberbischofsheim dank dreier blitzsauberer Tore von Ali Karsli, dem mit Abstand mit 26 "Buden" in der Landesliga führenden Torjäger, im Hinspiel deutlich mit 3:1-Toren gewann. Die Erwartungen der auch zuletzt erfolgreichen Messestädter für das nächste Heimspiel sind dennoch nicht übertrieben optimistisch (siehe auch das nebenstehende Kurzinterview mit SV-Trainer Andreas Neckermann). Immerhin zeigte der SV in Lohrbach, dass er auch ohne einen Treffer des zuletzt so zielsicheren Torschützen Ali Karsli gewinnen kann. Die Kreisstädter sind gewarnt, können aber auf eine solide Auswärtsbilanz bauen, denn die Elf von Trainer Mario Fleischer verlor nur drei von elf Auswärtsspielen.

Im Aufsteiger-Duell zwischen der SG Erfeld/Gerichtstetten und dem SV Neunkirchen geht es für beide Teams darum, möglichst den Abstand zu den Abstiegsplätzen zu vergrößern. Im Hinspiel "einigten" sich beide Teams nach Toren zwischen der 68. und 70. Minute auf ein 1:1-Unentschieden. Von einem Sieg im Rückspiel würde am ehesten der Gastgeber profitieren, der mit drei Zählern Vorsprung nur hauchdünn vor dem Relegationsplatz in der Abstiegszone platziert ist.

An den klaren, aber nicht rundum überzeugenden 4:0 Heimsieg über Lohrbach will der VfR Gerlachsheim in der Heimpartie gegen den TSV Kreuzwertheim anknüpfen und möglichst auch etwas für die Tordifferenzs tun. Mit dem Abstieg nahezu abgefunden hat sich der TSV Kreuzwertheim, der umso unbeschwerter aufspielen kann und noch immer - wie etwa beim 0:0 gegen den VfR Gommersdorf - für eine Überraschung gut ist. Das Hinspiel ging glatt mit 3:0 Toren an die Cosgun-Mannschaft. ferö