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Präsentation Peugeot 5008: Generationswechsel war gleichzeitig ein Wechsel der Fahrzeuggattung / Geräumiger und variabler Kompaktwagen

Wandlung vom Familienvan zum SUV

Von Dieter Schwab

Peugeot bietet sein Modell 5008 nicht mehr als Familienvan an, sondern hat ihn zum schicken Sport Utility Vehicle umfunktioniert.

© Dieter Schwab

Der neue Peugeot 5008 folgt dem Ziel des französischen Herstellers, seine Modelle qualitativ höher zu positionieren.

Vom Vorgänger des Peugeot 5008 ist beim Generationswechsel außer dem Namen praktisch nichts übrig geblieben. Kein Wunder, denn die Erstauflage, die ihr Debüt 2009 auf der IAA Frankfurt hatte, war noch ein Familienvan. Den Neuen hingegen ordnet Peugeot bei den kompakten Sport Utility Vehicles ein.

Eine logische Entscheidung. Früher gehörten Familienkutschen wie selbstverständlich zum Straßenbild - vor allem vor Kindergärten. So lange, bis das SUV sich vordrängte. Variabler Innenraum, großes Platzangebot und eine erhöhte Sitzposition bleiben. Der kastenförmige Aufbau wich dem hochbeinigen Neuzeit-Kombi.

Der PSA-Konzern (Citroën, DS und Peugeot) hatte sich ewig lange Zeit genommen, ehe er auf den SUV-Zug aufsprang. Da der Kuchen in dieser Fahrzeuggattung aber nach wie vor wächst, bleibt auch für die Franzosen noch ein ordentliches Stück übrig. Die kleineren Modelle 2008 und 3008, die im vergangenen Jahr auf den Markt kamen, sind bereits auf die SUV-Erfolgsspur eingebogen. Speziell der kürzlich zum "Car of the Year" in Europa gewählte 3008 hat die Erwartungen der Franzosen weit übertroffen. Jetzt würde man gerne mit dem 5008 in die gleiche Richtung gehen.

Um seinen Vorgänger auch beim Platzangebot ersetzen zu können, hat die Neuauflage etwas an Länge zugelegt. Da reicht es sogar für eine dritte Sitzreihe (800 Euro Aufpreis). In der Variabilität ist der 5008 des Jahres 2017 sogar deutlich überlegen. Im Fond gibt es drei Einzelsitze, die sich im Handumdrehen auch einzeln umklappen oder ganz ausbauen lassen. Die zwei Zusatzplätze verschwinden auf Wunsch im Kofferraumboden. Auch sie können einfach demontiert werden, sollte man zusätzlich 80 Liter Stauraum brauchen.

Das wird aber nicht so häufig vorkommen, denn 780 Liter Kofferraum bei fünf und 1940 Liter bei zwei Personen sollten eigentlich alle Transportprobleme lösen.

Dass der 5008 praktisch ist, durfte man erwarten. Dass er aber auch hohen Qualitätsansprüchen genügt, war eine neue Entwicklungsvorgabe. Peugeot muss seine Autos nicht mehr über einen günstigen Preis an den Mann bringen. Denn die sind zunehmend bereit, in gehobene Ausstattungsvarianten zu investieren - immerhin 64 Prozent der 2008- und 84 Prozent der 3008-Käufer.

Also gibt es im 5008 eine gediegene Ausstattung, alle gängigen Fahrassistenzsysteme und eine elegante Innenraumgestaltung auf der Basis hochwertiger Materialien.

Dass die Bedienung eines französischen Autos so manche skurrile Überraschung bereit hielt, ist kein Thema mehr. Und statt einer Schalterflut gibt es eine sehr zurückgenommene Anzahl von Bedienelementen, weil die meisten Funktionen über den großen Touchscreen angesteuert werden.

Das ist ein nicht zu unterschätzender Komfortaspekt, doch der wichtigste Wohlfühlfaktor steckt im ausgewogenen Fahrwerk, das sich selbst durch noch so schlechte Straßen nicht aus der Ruhe bringen lässt. Auch bei flotter Fahrweise macht es eine erstaunlich gute Figur, obwohl die leichtgängige Lenkung und die weiche Federung das zunächst nicht erwarten lassen.

Ob man nun eher flott oder eher gemütlich unterwegs sein will, entscheidet sich natürlich auch über die Motorenwahl. Peugeot bietet zwei Benzin- und zwei Dieselvarianten an, die sich fast alle mit einem Sechsganggetriebe oder einer Sechs-Stufen Wandlerautomatik kombinieren lassen.

Nur auf den ersten Blick mutig wirkt die Entscheidung für das Einstiegsaggregat. Dem 24 650 Euro teuren Basismodell wird ein Dreizylinder unter die Haube gepackt. Der wird aber locker mit dem schon leer rund 1,4 Tonnen schweren Fahrzeug fertig. Die 130 PS reichen völlig aus, weil der Verbrenner mit seinen 130 PS und 230 Nm Drehmoment einen munteren Antritt hat. Wer nicht ständig über die Autobahn heizen will, ist mit dem nur 1,3 Liter großen Motörchen bestens bedient.

Der Vierzylinder des 1,6 Liter großen und 165 PS starken Benziners hat nur zehn Nm mehr Drehmoment. Den gibt es nur in der gehobenen Ausstattung ab 33 600 Euro.

Wer bei der Kraft aus dem Vollen schöpfen will, muss noch tiefer in die Tasche greifen. Der kleinere Diesel hat 1,6 Liter Hubraum, 120 PS, 300 Nm Drehmoment und kostet 30 350 Euro. Für 34 050 Euro bekommt man einen Zwei-Liter-Diesel mit 150 PS und 370 Nm. Darüber thront nur noch das Spitzenmodell GT. Das lässt kaum noch Ausstattungswünsche offen und bietet den Zweiliter-Selbstzünder mit 180 PS und 400 Nm.

SUV hin oder her - einen Allradantrieb wird der 5008 nicht bekommen. Ulrich Bethscheider-Kreiser, Leiter Presse und Öffentlichkeitsarbeit bei PSA Deutschland, erklärt dies mit dem Anspruch, sparsame Autos anzubieten. Da die Kunden ohnehin nicht ins Gelände wollen, sieht man keinen Grund, diese spritfressende Technik anzubieten.

Nicht einmal über einen Hybridantrieb. Der wird - in Kombination mit einem Benzinmotor zwar nächstes Jahr im 3008 angeboten, aber nicht im größeren Bruder 5008. Bei dem liegt die Priorität auf der dritten Sitzreihe. Da bleibt kein Platz für einen E-Motor.

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 18.03.2017
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