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Im Bürgersaal des Rathauses: Roman Kempf liest am 16. März aus seinem neuen Roman „Frankfurter Messe“

Abenteuer des jungen Paters gehen weiter

Roman Kempf liest am 16. März in Walldürn aus seinem neuen Roman „Frankfurter Messe“.

Roman Kempf liest am 16. März in Walldürn aus seinem neuen Roman "Frankfurter Messe".

© FN

Walldürn. Auf Einladung des BücherLadens kommt Roman Kempf am 16. März um 19.30 Uhr in den Bürgersaal des alten Rathauses nach Walldürn, um aus seinem aktuellen Buch "Frankfurter Messe" zu lesen. Der dritte Band der erfolgreichen historischen Krimireihe um Pater Abel, führt ins pralle Großstadtleben des späten 18. Jahrhunderts.

Gewagter Plan

Zur Herbstmesse 1786 sucht der junge Benediktinerpater und Cellerar Abel aus dem Kloster Amorbach im Odenwald das Risiko eines Messeauftritts in Frankfurt. Als wirtschaftlicher Leiter der Abtei verfolgt er einen gewagten Plan: Mit einem Miltenberger Mainschiffer lässt Abel ein Frachtschiff zimmern, das Frankenwein aus dem Mainviereck an den Messeplatz Frankfurt bringen kann. Der günstige Flussweg soll dem Kloster neue, lukrative Handelsgelegenheiten erschließen.

Doch die Jungfernfahrt des neuen Handelsschiffes "Sancta Maria" endet in einer Katastrophe. Bei Offenbach wird Abels Kompagnon tödliches Opfer eines Überfalls maskierter Erpresser. Die Täter fliehen unerkannt im Dunst des Flusses. Nur mühsam erreicht Abel mit dem Schiffsknecht die Mainlände in Frankfurt.

Sorgfältig recherchierte Szenarien vermitteln sinnlich und direkt den Alltag der Messemetropole am Main. Hinter turbulentem Geschehen öffnen sich Türen in verschwiegene Räume. Nach Einbruch der Dunkelheit spenden nur noch Laternenfunzeln Licht und erhellen ein Geflecht menschlicher Zusammenhänge, das auch hohe gesellschaftliche Positionen einschließt. Zuletzt hat alles in dieser Stadt seinen Preis.

Gerade veröffentlichte Statistiken bestätigen, dass Frankfurt auch in unserer Zeit die teuerste deutsche Großstadt ist. Pater Abels Besuch vor 225 Jahren schenkt uns darüber hinaus viele Eindrücke des Alltagslebens einer vergangenen Epoche, in der auch Walldürn als Teil des Mainzer Fürstbistums eng mit dem Geschehen am Untermain verbunden war.

Roman Kempf, Jahrgang 1953, ist diplomierter Gärtner und lebt in Großheubach am Main. Die ersten beiden Fälle, die sein Pater Abel in der Region zu lösen hatte, befassten sich mit mysteriösen Morden unter Miltenberger Winzern ("Schöner Wein") und mit Betrügereien von Steinbruchbesitzern ("Roter Stein"). Beide Bände hatte er beigeisterten Lesern in Walldürn vorgestellt. Roman Kempf wird gerne Fragen beantworten und seine Bücher signieren.

© Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 23.02.2012

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